Schülerunion und Bundesschülervertretung: Start des PISA-Boykotts

Bundesschulsprecher präsentiert offenen Brief an alle PISA-Teilnehmer

Wien (OTS) - "Weil die Unterrichtsministerin unsere konstruktiven Vorschläge jahrelang ignoriert und sich nicht um die Anliegen der Schülerinnen und Schüler gekümmert hat, sehen wir uns gezwungen, den PISA-Test in Österreich zu boykottieren. Wir haben es schlichtweg satt, durch die PISA-Tests als 'geistige Tiefflieger der Nation‘ dargestellt zu werden, obwohl wir bereits unzählige Vorschläge zur Verbesserung des Schulsystems auf den Tisch gelegt haben", so Matthias Hansy, Bundesobmann der Österreichischen Schülerunion, bei einer Pressekonferenz am Vormittag in Wien. Die Schülerunion zieht daher gemeinsam mit der Bundesschülervertretung die Konsequenzen aus dem heute abgelaufenen Ultimatum an Bundesministerin Schmied. Die 3 Forderungen der Schülerschaft an die Unterrichtsministerin waren:

1. Maßnahmen zur innerschulischen Qualitätssicherung und - verbesserung statt Feilschen um Schulstunden! 2. Keine zentrale Matura! 3. Einführung von mitbestimmenden Schulpartnergremien (Eltern, Lehrer, Schüler) auf Bundes- und Landesebene!

Im Lauf der Pressekonferenz präsentierte Bundesschulsprecher Nico Marchetti einen offenen Brief an die am PISA-Test teil-nehmenden Schülerinnen und Schüler, indem er seine vollste Unterstützung des Boykotts erklärt. "Der PISA-Boykott ist die treffsicherste Protestmaßnahme der Schülerinnen und Schüler. Durch die Abgabe des unausgefüllten Tests ist der Boykott auch rechtlich einwandfrei umsetzbar", so Nico Marchetti. Laut § 6 des BIFIE-Gesetzes sind die für den Test ausgewählten Schülerinnen und Schüler nur zur Teilnahme, jedoch nicht zur Beantwortung der Testfragen verpflichtet. "Da der Test anonym durchgeführt wird, haben die Schülerinnen und Schüler nach einem Boykott auch keine Konsequenzen zu fürchten", so Marchetti weiter.

Beginnend mit dem 15. April wird der PISA-Test bis 20. Mai in 300 österreichischen Schulen durchgeführt. Nach Schätzungen reicht für die Nichtanwendbarkeit der PISA-Ergebnisse bereits eine Boykott-Quote von ca. 15 %: "Ausgehend von unseren bisherigen Rückmeldungen können wir dieses Ziel leicht erreichen und so der Unterrichtsministerin den Spiegel der Realität vorhalten: Sie ist mit ihrer schulpartnerfeindlichen Politik bei den Schülerinnen und Schülern Österreichs durchgefallen!", so Matthias Hansy, Bundesobmann der größten und mandatstärksten Schülerorganisation.

Den offenen Brief des Bundesschulsprechers finden Sie zum Download unter
http://www.schuelerunion.at/download/pisa_boykott_offener_brief.pdf

Rückfragen & Kontakt:

Matthias Hansy
Bundesobmann der Schülerunion,
Tel.: 0676/888 75 100
matthias.hansy@schuelerunion.at

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