"Juwel der Renaissance - die Rosenburg im Kamptal"

"Erlebnis Österreich" am Samstag, 18. April um 17.05 Uhr, ORF 2

St. Pölten (OTS) - Die Rosenburg in Niederösterreich thront auf hohem Felsen über dem Kamp. Sie ist einer der prächtigsten Renaissance-Bauten Österreichs, dem im Volkslied "Es liegt ein Schloss in Österreich" selbst ein musikalisches Denkmal gesetzt worden ist. Zahlreiche Kostbarkeiten im Inneren, großzügige Gärten sowie der Falkenhof mit Flugvorführungen von Greifvögeln machen die Rosenburg zum beliebten Ausflugsziel.

Ein "Erlebnis Österreich" aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich (Gestaltung: Alois Hawlik, Kamera: Erich Strommer), in dem auch die Altenburger Sängerknaben mitwirken, beleuchtet die wechselvolle Geschichte dieses Kamptal-Wahrzeichens im Waldviertel.

Gezeigt wird am Samstag, 18. April (17.05 Uhr, ORF 2) aber auch das heutige Leben auf der Rosenburg, deren Erhalt mit großem Aufwand verbunden ist. Daher versuchen die Verantwortlichen, durch zahlreiche neue Aktivitäten zumindest einen Teil der anfallenden Kosten abzudecken: Renaissance-Diners gehören ebenso dazu wie die sommerlichen Shakespeare-Festspiele und ein Klettergarten.

Der Name der Rosenburg stammt übrigens nicht von der gleichnamigen Blume. Vielmehr hießen die ersten bekannten Besitzer der Anlage (die erstmals 1175 urkundlich erwähnt worden ist) ‚Rosenperg’. Und dem entsprechend trug auch die Burg bis weit ins 16. Jahrhundert den Namen "Rosenberg".

Ende des 16. Jahrhunderts kam es zu einer ersten großen Erweiterung und auch in der Folge wurde immer wieder erneuert und umgebaut - so auch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch Graf Ernst Karl Hoyos, einem Urahn des heutigen Besitzers. Der wollte damals die Rosenburg für Sommeraufenthalte nutzen und ließ zu diesem Zweck die teilweise bereits stark verfallenen Gebäude wieder aufbauen. Wohnsitz wurde die Rosenburg freilich nicht mehr - vielmehr entstand hier eines der ersten Schlossmuseen in Österreich.
Es wurde eine Sammlung eingerichtet, die Rüstungen und Waffen aus der Zeit zwischen dem 15. und dem 18. Jahrhundert zeigt; in einem anderen Raum der Burg ist eine prähistorischen Schau untergebracht, die bis zu 3.000 Jahre alte Fundstücke aus der näheren Umgebung der Rosenburg zeigen.

Vor allem aber beeindrucken die Räume der Burg selbst - jene aus dem älteren Trakt ebenso wie die zentralen Elemente der baulichen Erweiterung aus dem 16. Jahrhunderts. Dazu zählen vor allem der Vortragssaal mit seinem in rotem und weißem Marmor gehaltenen Fußboden und die Bibliothek, die von einer hölzernen Kassettendecke gekrönt wird und mehr als zwei Dutzend mythologische Szenen nach den Metamorphosen des Ovid zeigt.

Rückfragen & Kontakt:

ORF Landesausstellung Niederösterreich
Telefon: 02742 / 2210 - 0

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NOA0002