HTU Graz: E-Voting Experiment in Finnland ungültig - Hahn muss einlenken

Oberster Verwaltungsgerichtshof Finnlands entschied gegen E-Voting Experiment. Am System war Firma beteiligt, die auch Komponenten für ÖH-Wahl lieferte. Aus für E-Voting gefordert.

Graz (OTS) - Nachdem erst kürzlich die Wahlsoftware für das geplante E-Voting bei den ÖH-Wahen im Mai zertifiziert wurde, hat der Oberste Verwaltungsgerichtshof Finnlands ein E-Voting Experiment bei Regionalwahlen 2008 für ungültig erklärt - die Wahlen müssen nun wiederholt werden. An der in Finnland verwendeten Software war der spanische Anbieter Scytl beteiligt, der - unter undurchsichtigen Umständen - auch Komponenten für die ÖH-E-Voting Software lieferte.

Christian Dobnik, Vorsitzender der HochschülerInnenschaft an der TU Graz (ÖH TU Graz): "Die Entscheidung des finnischen Verwaltungsgerichtshofes ist ein weiterer Punkt, der gegen die Durchführung von E-Voting bei den ÖH-Wahlen spricht. In den vergangenen Monaten haben sich auch InformatikexpertInnen und DatenschutzexpertInnen immer wieder gegen die elektronische Stimmabgabe ausgesprochen und eindringlich auf die Gefahren hingewiesen.Wir appellieren erneut an Wissenschaftsminister Johannes Hahn, von seinem Lieblingsprojekt E-Voting Abstand zu nehmen und damit die Grundsätze einer demokratischen Wahl zu wahren."

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