Papst: "Der Tod hat nicht das letzte Wort"

"Die Auferstehung ist kein Mythos" - Appell für Afrika und das Heilige Land

Vatikanstadt, 12.4.09 (KAP) "Der Tod hat nicht das letzte Wort, es ist das Leben, das siegt": Diese zentrale christliche Überzeugung stellte Papst Benedikt XVI. in den Mittelpunkt seiner diesjährigen Osterbotschaft. Wörtlich sagte der Papst: "Die Auferstehung ist weder ein Mythos noch ein Traum, es ist weder eine Vision noch eine Utopie, es ist kein Märchen, sondern ein einmaliges Ereignis: Jesus von Nazareth, der von Kreuz abgenommen und begraben worden ist, hat siegreich das Grab verlassen". Die Verkündigung der Auferstehung Jesu trage "Licht in die dunklen Zonen der Welt", so der Papst. Es handle sich um die "dunklen Zonen" von Materialismus und Nihilismus, um jene "Weltanschauung, die nicht über das experimentell Feststellbare hinauszublicken vermag und sich trostlos in ein Gefühl des Nichts zurückzieht". Wörtlich stellte Benedikt XVI. fest: "Wenn wir Christus und die Auferstehung ausblenden, gibt es für den Menschen keine Entrinnen und jede Hoffnung bleibt eine Illusion".

Für den Christen gibt es keinen Zweifel, dass seit der Auferstehung Jeus der Tod "keine Macht mehr über den Menschen und die Welt hat", trotzdem bestünden noch "zu viele Zeichen der alten Herrschaft" fort". Benedikt XVI. nannte in diesem Zusammenhang u.a. die Situation Afrikas und des Nahen Ostens.

Im Hinblick auf Afrika erinnerte der Papst an die "grausamen und oft vergessenen Konflikte", die verschiedene seiner Nationen zerreißen und mit Blut überströmen, aber auch an die vielen Menschen des Kontinents, die dem Hunger, der Armut und der Krankheit zum Opfer fallen. Bei seiner jüngsten apostolischen Reise nach Kamerun und Angola sei er mit "Begeisterung und hörbereitem Herzen" empfangen worden, sagte Benedikt XVI. Aber auch bei seiner bevorstehenden Reise in das Heilige Land werde er die Bedeutung von Gerechtigkeit und Wahrheit, Barmherzigkeit, Vergebung und Liebe betonen (Benedikt XVI. reist vom 8. bis 15. Mai nach Jordanien, Israel und in die Palästinensergebiete). Wörtlich betonte der Papst: "Die schwierige, aber unerlässliche Versöhnung, die für eine Zukunft in gemeinsamer Sicherheit und in friedlichem Zusammenleben die Vorbedingung ist, kann nur durch die erneuten andauernden und aufrichtigen Bemühungen zur Beilegung des israelisch-palästinensischen Konflikts Wirklichkeit werden".

Der Blick weite sich aber auf die ganze Welt, so Benedikt XVI. Die Gegenwart sei gekennzeichnet von der Finanzkrise, alten und neuen Formen der Armut, dem Klimawandel, Gewalt, Elend und Terrorismus, von "wachsenden Ängsten angesichts der Unsicherheit der Zukunft". Umso notwendiger sei es, "erneut Perspektiven zu eröffnen, die in der Lage sind, wieder Hoffnung zu vermitteln". Die Kirche verkünde eine Hoffnung, die "Gott gefestigt" und durch die Auferstehung "unüberwindlich gemacht" hat. (forts)
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