Publikumsmagnet: Republik.Ausstellung 1918|2008 im Parlament ein voller Erfolg

Über 100.000 Personen haben Gesamtpaket zum Jubiläumsjahr genutzt

Wien (OTS) - Gestern schloss die Republik.Ausstellung 1918|2008
ihre Tore. Seit dem 12. November 2008 wurde die Schau von über 90.000 Menschen besucht, weitere 10.000 nutzten zumindest die zusätzlichen Angebote (Lehrmaterialien für Schulklassen, Begleitveranstaltungen, externe Vorträge, Beitragsband etc.). Im Hinblick auf die große Besucherzahl, die vergleichsweise günstige Kostenstruktur und angesichts des großen medialen Echos zählt die Ausstellung zu den erfolgreichsten, die in den letzten Jahren in Wien gezeigt wurden.

Am 12. November 1918 wurde vor dem Parlament in Wien die Republik ausgerufen. Mit der Schaffung der parlamentarischen Demokratie wurden Strukturen geschaffen, die die Republik bis heute wesentlich kennzeichnen. In der Ausstellung wurden die historischen Wurzeln der Republik und ihre wichtigsten Entwicklungsstränge der folgenden Jahrzehnte - mit ihren Kontinuitäten und Brüchen - gezeigt. Neben der Innenpolitik wurden die Themen Wirtschaft, Bildung, Medien, Sicherheitspolitik, Außenpolitik, Soziales und Volksgruppen behandelt. Der Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs, Lorenz Mikoletzky, konzipierte gemeinsam mit dem Historiker Stefan Karner die Ausstellung.

Die Bundesregierung hatte Mitte 2007 beschlossen, eine Ausstellung zum 90jährigen Jubiläum der Republik Österreich zu veranstalten. Finanziert wurden die Ausstellung und das Gesamtpaket vom Bundeskanzleramt und den Bundesministerien für Unterricht, Kunst und Kultur, für Wissenschaft und Forschung sowie für Finanzen. Die Kosten lagen bei etwa 1,4 Mio. Euro, der vorgesehene Budgetpfad konnte eingehalten werden. Die Ausstellung selbst wurde im Wesentlichen vom Österreichischen Staatsarchiv, einer nachgeordneten Dienststelle des Bundeskanzleramtes, vorbereitet und abgewickelt. Die Gesamtorganisation wurde von der Verwaltung ohne zusätzlichen finanziellen Mehraufwand getragen.

Die Vorbereitungen dauerten über ein Jahr und am 12. November 2008 -am Jahrestag der Gründung der Republik "Deutsch-Österreich" - konnte die Ausstellung eröffnet werden. Rund 140 Personen waren am Aufbau und Betrieb beteiligt, an die 70 Wissenschafter haben Beiträge zur Ausstellung geliefert, zigtausende Folder wurden verteilt. Die erfolgreiche Außenwerbung der Republik.Ausstellung 1918|2008 wurde durch den Bundespressedienst entwickelt und umgesetzt. Dabei wurden auf Basis der Formel "90 Jahre - 91 Jahrgänge" 92 Österreicherinnen und Österreicher fotografiert (darunter ein Zwillingspaar) und als Einzelsujets mit dem erlernten Beruf sowie einem wichtigen Ereignis ihres Geburtsjahrganges österreichweit vorgestellt. Diese waren unter anderem auf einer großen LED-Wand vor dem Parlament, in öffentlichen Verkehrsmitteln und auf Postkarten zu sehen. Die notwendigen repräsentablen Eigenschaften dieser 92 Personen wurden mittels Erhebungen der Statistik Austria hinsichtlich Parameter wie Beruf, Migration, Geschlecht und Alterspyramide festgelegt. Auf dieser Basis kam es schließlich zur Kooperation mit zahlreichen Institutionen und Interessensverbänden, wobei auf eine möglichst breite Streuung geachtet wurde.

Seit der Eröffnung am 12. November 2008 haben an den 102 Öffnungstagen über 90.000 Personen die Ausstellung gesehen. Zwei Drittel davon waren Schulgruppen, deren Besuch weitgehend durch Sponsorenbeiträge unterstützt wurde. Zusätzlich zu den insgesamt 2.000 Führungen wurde ein Gesamtpaket, bestehend aus Unterrichtsmaterialien, Vorträgen, Veranstaltungen, Internet etc. angeboten, das von weiteren 10.000 Personen genutzt wurde.

"Die Ausstellung ist eine wertvolle Investition in die politische Bildung, vor allem für die jungen Menschen war es wichtig, dass sie Themen der Geschichtsschreibung aus einer anderen, einer neuen Perspektive zu sehen bekamen. Bei vielen haben wir vor Ort gemerkt, wie sie Fakten förmlich aufzusaugen begannen und wie Zusammenhänge für sie plötzlich klar wurden", spitzt Ausstellungskoordinator Peter Fritz seinen abschließenden positiven Befund zu.

Auf Grund des großen Interesses wurden mit mehreren Bundesländern Gespräche hinsichtlich einer Übernahme und Fortsetzung der Ausstellung an einem anderen Ort aufgenommen. Weiterhin erhältlich ist jedenfalls der Beitragsband zur Ausstellung (Karner/Mikoletzky [Hg.]: "Österreich. 90 Jahre Republik", Studienverlag 2008), der einen umfangreichen Überblick zu diesem Themenkomplex bietet.

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