"Neue Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR CLAUDIA GRABNER: Die andere Art des Denkens

Klagenfurt (OTS) - Krise. Das Unwort des Jahres könnte letztlich auch sein Gutes haben. Letztlich - wenn sie, die Krise nämlich, den Weg frei macht zur Rückbesinnung auf den Geist, als dieser das Wort Geld noch nicht kannte. Auf den philosophischen Geist also ...

Haben Sie schon bemerkt, wie viele Philosophen, Zukunftsforscher, Wissensgenerierer, Soziologen zu Wortspenden, Interviews und Visionen gebeten werden? Ihre ANDERE Art des Denkens - sie rüttelt wie die Krise selbst am kapitalistischen Weltsystem. Und an unserem Selbstverständnis.
Vor einem Jahr wäre das - wenn nicht denkunmöglich - so immerhin ein Fall für spinnerte Gurus geblieben. Jetzt füllen sie Seiten und Veranstaltungssäle. Warum? Weil die Krise über uns hergefallen ist. Vor allem aber, weil der Kampf dagegen auf AUSWIRKUNGEN, nicht aber auf URSACHEN zielt. Man will offensichtlich ein kaputtes System retten - den besinnungslosen Kapitalismus. Gerade deshalb macht sie sich in uns breit: die Sehnsucht nach dem (Werte)-Wandel.

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