"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi: "Frischluft im Bunker"

Last Call für Signale der Entspannung im verkrampften Schulstreit.

Wien (OTS) - Kein Osterfriede an der Schulfront. Im Gegenteil:
Bunkerstimmung in Ministerium und Lehrergewerkschaft. Claudia Schmied, der auch Kritiker nachsagen, dass sie wie wenige Politiker für ihre Sache brennt, wirkt vom massiven Widerstand ausgebrannt. Sie ortete zuletzt ein "Netzwerk der Verhinderer", das gegen sie mobilmacht. Die Lehrergewerkschaft konnte kurzfristig Punkte sammeln, als sie zu Recht ihre unzumutbaren Arbeitsbedingungen in die Auslage stellte.
Jetzt sucht sie ihr Heil zu Lasten Dritter: Frühpension mit 55. Und wenn das - wie prophezeit - zu wenig fürs Budget bringt, müssen halt die Kinder dran glauben, und die ambitionierte Schulreform muss weiter warten. Kommenden Dienstag treffen die Unterrichtsministerin und die Lehrergewerkschaft zum finalen Showdown aufeinander. Claudia Schmied sollte sich eine Geste der Entspannung einfallen lassen. Den Lehrergewerkschaftern sei ein extradry formulierter Satz der Spitzenmanagerin Monika Kircher-Kohl (Siemens-Infineon) zum entspannten Nachdenken empfohlen: Ein Mehr von zwei Unterrichtsstunden pro Woche sei "ein moderater Beitrag zur Erhöhung des Spielraums für innovative Maßnahmen" - in Umbruchszeiten wie diesen.

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