Seeber: Gemeinsamer europäischer Hochwasserschutz

Seeber Berichterstatter zu Hochwasserschutz in Prag

Parlament, heute bei einer Sitzung der AKP (Afrika Karibik Pazifik) - Prag, 8. April 2009 (OTS-PD) "Der Europäische Hochwasserschutz greift. Gebiete, die bereits von schweren Flutkatastrophen
betroffen waren, profitieren von der europäischen Regelung", so Dr. Richard Seeber, Umweltsprecher der ÖVP-Delegation im Europäischen Länder und einer auserwählten EU-Delegation in Prag. Seeber war
im Zuge des Treffens Berichterstatter für den Workshop "Crisis Management - visit to Prague Flood Defences" und bereits im vergangenen Jahr Berichterstatter des Parlaments für Hochwasserbekämpfung. ****

"Es wird ein gemeinsamer Rahmen für die Bewertung und die Verringerung der hochwasserbedingten Risiken für die menschliche Gesundheit, die Umwelt und die Wirtschaft im gesamten Hoheitsgebiet der EU geschaffen werden", betont Seeber. Zu den Maßnahmen gehört insbesondere eine vorausschauende Bewertung des Hochwasserrisikos, welche jeder Mitgliedstaat selbst vorzunehmen hat. "Auf Grundlage dieser Bewertung müssen die Staaten jedes Einzugsgebiet entweder als signifikant hochwassergefährdet oder ohne potentielle Gefährdung einstufen", so Seeber. Vorleistungen der Mitgliedstaaten zum Hochwasserschutz werden dabei berücksichtigt. Zudem werden für alle Gebiete, für die ein Hochwasserrisiko festgestellt wurde, eigene Hochwasserkarten angefertigt, in denen die Hochwassergefährdung als hoch, mittel oder niedrig eingestuft wird. "Die Mitgliedstaaten sollen außerdem Pläne für das Hochwasserrisikomanagement erstellen und umsetzen. Darin sollen Maßnahmen beschrieben werden, mit denen das festgelegte Schutzniveau erreicht werden soll", erklärt Seeber.

"Menschliches Handeln trägt leider zu einer Zunahme der Wahrscheinlichkeit von Hochwasser bei. Zwischen 1998 und 2004 gab
es über 100 größere Hochwasserereignisse, die mindestens 700 Menschenleben gefordert und Schäden von rund 25 Milliarden Euro verursacht haben", betont Seeber. "Da die meisten Einzugsgebiete in Europa sich über mehrere Länder erstrecken, ist eine Maßnahme auf Gemeinschaftsebene angezeigt, weil so die Risiken besser bewertet und die auf einzelstaatlicher Ebene getroffenen Maßnahmen besser koordiniert werden können", so Seeber abschließend.

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(richard.seeber@europarl.europa.eu) oder Mag. Anna Gabriel, EVP-ED
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