FP-Madejski: Abkassieren ohne Leistung - Skandal bei Wiener Wohnen

Drei Jahre vor Sanierung schon erhöhte Miete verlangt

Wien, 08-04-09 (OTS) - Das Kontrollamt hat am Beispiel eines Gemeindebaus die skandalöse Praxis bei Wiener Wohnen aufgedeckt, schon Jahre vor Beginn einer Sanierung erhöhte Mieten einzustreifen, berichtet der Wiener FPÖ-Gemeinderat Dr. Herbert Madejski und fordert eine sofortige Abkehr von diesem unsozialen System.

Für den Gemeindebau, der vom Kontrollamt exemplarisch angeführt wurde, gab es seit Juni 2002 ein Sanierungskonzept. Im Herbst 2005 sollte mit den Arbeiten begonnen werden. Im Juni 2006 wurde auf Antrag von Wiener Wohnen bei der Schlichtungsstelle laut§ 18 eine Mieterhöhung für die betroffenen Mieter durchgesetzt.

100 Euro mehr Miete pro Monat ohne Leistung abgecasht

Ab diesem Zeitpunkt zahlten die Mieter im Schnitt um 100 Euro pro Monat mehr Miete. Im März 2008 gab es die letzte Ausschreibung für die Arbeiten, die erst 2009 beginnen und 2010(!) abgeschlossen sein werden. Das bedeutet, dass Wiener Wohnen schon drei Jahre 100 Euro pro Wohnung und Monat mehr kassiert, ohne dass auch in diesem Gemeindebau auch nur ein Stein bewegt wurde.

Kontrollamt zerreißt Praktiken von Wiener Wohnen

Die Begründung, dass wegen Personalmangels erst so spät begonnen wurde, wird vom Kontrollamt ohne jegliche Anstrengung widerlegt. Dieses regt auch an, dass Wiener Wohnen in Fällen von begründbaren Verzögerungen freiwillig auf die Einhebung des erhöhten Mietzinses verzichtet.

Dieses für Wiener Wohnen offenbar unanständige Ansinnen wurde von Geschäftsführerin Strassl auch lapidar abgelehnt. "Wo komma denn dahin, wenn Wiener Wohnen auf einmal soziales Denken statt eiskalter Inkassomethoden auf der Agenda stehen hat", dürften sich Strassl & Co. gedacht haben. Wie lange will sich SPÖ-Wohnbaustadtrat Ludwig diese unsozialen Praktiken eigentlich noch anschauen, fragt sich nicht nur Madejski. (Schluss)am

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