Wie "multi-modal-mobil" ist Kärnten?

LH Dörfler, VCÖ und ÖBB-Postbus stellten Mobilitätspreis Kärnten 2009 vor - Kärntens Mobilitätszukunft ist kostengünstig und umweltfreundlich

Klagenfurt (LPD) - Wie vielfältig mobil sind die Kärntnerinnen und Kärntner? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Mobilitätspreis Kärnten 2009. Verkehrsclub Österreich (VCÖ), Land Kärnten und ÖBB-Postbus suchen gemeinsam unter dem Motto "multi-modal-mobil" nach vorbildhaften Projekten. Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler, VCÖ-Experte Martin Blum und Postbus-Regionalmanager Erwin Kletz informierten heute, Mittwoch, darüber in einer Pressekonferenz. Dörfler strich dabei auch Kärntens Initiativen für eine umweltfreundlichere und kostengünstigere Mobilität hervor. Vor allem Elektrofahrzeuge und Fahrräder will er verstärkt auf unsere Straßen bringen sowie zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel bewegen.

"Der moderne Verkehrstyp von morgen wird nicht über viele PS reden, sondern darüber, wie kostengünstig und umweltfreundlich er unterwegs ist", blickt Dörfler in die Mobilitätszukunft. Für ihn hat wegen der hohen Spritpreise, Staus und vollen Parkplätzen das Auto als "heilige Kuh auf vier Rädern" die "Boomphase" bereits hinter sich gebracht. Kärnten setze mit der Förderung der Elektromobilität und des öffentlichen Verkehrs sowie mit dem Ausbau des Radwegenetzes entscheidende Akzente. Als erfolgreiche Beispiele nannte er den "Kärnten Takt" und die "Sparcard", mit der man 60 Tage zum Preis von 30 öffentliche Verkehrsmittel nutzen konnte. Ziel sei es, dass in den nächsten Jahren 20.000 Elektrofahrzeuge in den Städten und im Stadtumland fahren. Um sie umweltfreundlich aufzuladen, werde ein eigenes Photovoltaikkraftwerk entwickelt. "Ohne Abgase und Lärm zu verursachen, kann man mit doppelt gutem Gewissen fahren", meinte der Landeshauptmann.

Auch für VCÖ-Experten Blum gibt es den "klassischen Autofahrer" nicht mehr. Anstatt alle Wege - auch zum Bäcker ums Eck - mit dem Auto zurückzulegen, sind die Menschen immer flexibler, wechseln auf Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel, oder gehen zu Fuß. "Der Umgang der Kärntnerinnen und Kärntner mit Mobilität ist bewusster geworden", bestätigte der Verkehrsexperte. Außerdem bescheinigte er unserem Bundesland eine Vorreiterrolle bei der Elektromobilität. 34 der 146 in Österreich zugelassenen Elektroautos gebe es in Kärnten, das damit nach Niederösterreich an zweiter Stelle liege.

Regionalmanager Kletz strich die wichtige Rolle des öffentlichen Verkehrs für die umweltfreundliche Mobilität hervor. Mit einer Qualitäts- und Informationsoffensive, maßgeschneiderten Verkehrskonzepten und der optimierten Vernetzung von Schiene und Bus will man Fahrgäste dazu gewinnen. So habe man in den letzten vier Jahren über 16 Mio. Euro in die Busflotte investiert, zwei Drittel davon würden bereits mit schadstoffarmen Motoren fahren. "Der öffentliche Verkehr muss attraktiv sein. Es ist eine Dienstleistung von Menschen für Menschen", erklärte Kletz. Alle Postbuslenker seien daher auch zum "Eco- und Safety-Driver" ausgebildet worden. Den Durchschnittsverbrauch der Flotte habe man so um einen Liter senken können. Kletz dankte auch dem Landeshauptmann, der stets ein offenes Ohr für den öffentlichen Verkehr habe.

Der Mobilitätspreis Kärnten findet heuer bereits zum fünften Mal statt. Mit umgesetzten Projekten teilnehmen können Betriebe, Gemeinden, Schulen, Fachhochschulen, Universitäten und Organisationen. Für Privatpersonen gibt es einen eigenen Ideenwettbewerb. Gefragt sind Vorschläge, die den Verkehr kostengünstiger und ökologisch verträglicher machen. Einsendeschluss ist der 15. Juni 2009. Der Kärntner Sieger nimmt weiters am Österreichischen Mobilitätspreis teil. 2008 hat in Kärnten GO-Mobil gewonnen.

Infos unter www.vcoe.at
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