Bauernbund Österreich für Importverbot von Käfigeiern

Grillitsch und Köstinger fordern Schutz heimischer Eierproduzenten

Wien (OTS) - "Die strengen österreichischen Tierschutzbestimmungen zur Legehennenhaltung sind innerhalb der EU vorbildhaft. Auf der einen Seite haben wir auf Wunsch der Gesellschaft in Österreich die Käfighaltung verboten und auf der anderen Seite importieren wir aber Tierleid", erklärt Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch und fordert ein Importverbot von Käfigeiern. Seit Jahresbeginn ist in Österreich die konventionelle Käfighaltung von Legehennen untersagt. Heimische Eierproduzenten haben daher in den vergangenen Jahren über EUR 100 Mio. in neue tierfreundlichere Stallungen investiert, um den strengeren Tierschutzauflagen gerecht zu werden. Das EU-weite Käfigverbot soll aber erst ab 2012 gelten. Mit rund 1,5 Mrd. Eiern aus heimischer Produktion werden 74% des Eigenbedarfs gedeckt. In Österreich wird es künftig durch das Käfigverbot rund 600.000 Legehennen weniger geben, wodurch auch der Selbstversorgungsgrad sinken wird.

"Derzeit wird rund ein Viertel der Eier, die wir in Österreich verbrauchen, importiert - darunter vor allem billigere Käfigeier aus dem Ausland", so Grillitsch. Diese Billigware wird vor allem in Großküchen, in der Gastronomie und in der Lebensmittelindustrie weiterverarbeitet. "Das sind in Kuchen und Nudeln versteckte Käfigeier", warnt der Bauernbundpräsident. Während Herkunft und Haltungsform der Frischeier sehr gut nachvollziehbar sind, kann der Konsument beim Kauf von weiterverarbeiteten Produkten den Ursprung der verwendeten Rohstoffe nicht rückverfolgen. "Wenn in Österreich strengere Tierschutzauflagen bereits früher - als von der EU vorgeschrieben - erlassen werden, brauchen wir einen Schutz der heimischen Eierproduzenten durch ein Importverbot von billigen Käfigeiern", unterstreicht Grillitsch.

Die Bauernbund-Spitzenkandidatin für die EU-Wahl, Elisabeth Köstinger, will sich diesem Thema auf europäischer Ebene annehmen:
"Wenn ab dem Jahr 2012 die Käfighaltung in der EU verboten wird, müssen entsprechende Maßnahmen getroffen werden, damit Käfigeier nicht aus Drittstaaten importiert werden. Die Ukraine scharrt schon in den Startlöchern und investiert kräftig in den Ausbau der Käfighaltung. Wir dürfen unseren Bauern nicht strenge Tierschutzmaßnahmen auferlegen und dann die Billigimporte von Käfigeiern zulassen", betont Köstinger.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Bauernbund Österreich
Brucknerstraße 6/3, A - 1040 Wien
Tel.: +43 1 505 81 73 - 28
Fax: +43 1 505 81 73 - 9928
Mobil: 0664/82 100 60
u.raser@bauernbund.at
www.bauernbund.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIM0001