KWF Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds: Das Jahr 2008 - BILD/ANHANG

91 % der Fördermittel für KMU

Klagenfurt (OTS) - Im abgelaufenen Jahr wurden 830 Projekte mit einem Förderbarwert von 33,8 Mio EUR gefördert, wodurch ein Investitionsvolumen von 308 Mio EUR ausgelöst wurde.

14.473 Arbeitsplätze konnten dadurch abgesichert und 1.297 neu geschaffen werden.

Die Projekte im Bereich des "Technologiefonds", der insbesondere auf die Steigerung der Innovationsfähigkeit der Kärntner Wirtschaft abzielt, konnten mit 12,5 Mio EUR (37%) die meisten Mittel binden, knapp gefolgt von Maßnahmen im Bereich "Infrastruktur und Regionalentwicklung" mit 11,5 Mio EUR (34%).

Auf das Geschäftsfeld "Beratung und Basisförderung", unter das auch die Kleinstunternehmerförderung fällt, entfielen - wie schon 2007 - 6 Mio EUR bzw. 18% der Fördermittel.

Sektoral hat sich der Tourismus von Platz vier im Jahr 2007 im abgelaufenen Jahr auf Platz 1 vorgearbeitet. Mit 10,5 Mio EUR (31%) an Förderbarwert konnte der Vorjahreswert mehr als verdoppelt werden. Auf Platz 2 rangiert der Sektor "Sonstiges" mit 9,2 Mio EUR (27%), gefolgt von Gewerbe/Handel (7,7 Mio EUR | 23%) und der Industrie mit 6,4 Mio EUR bzw. 19%.

Im Bereich der einzelbetrieblichen Förderungen gingen knapp 91% der Fördermittel (30,6 Mio EUR) an KMU. Der langjährige Trend, Kärntens Klein(st)- und Mittelbetriebe entsprechend der Kärntner Wirtschaftsstruktur gezielt zu fördern, wurde auch 2008 konsequent fortgeführt. Die Gruppe der Kleinstunternehmen konnte bereits 43% der Mittel binden.

Ein Rückblick auf das Jahr 2008 zeigt, dass mit dem "IKT-Call" sowie der "Langen Nacht der Forschung" und dem "Innovations- und Forschungspreis des Landes Kärnten" mehrere Initiativen zur "Sichtbarmachung" von Forschung gesetzt wurden. Auch der build!-Ideenwettbewerb zu kreativen Geschäftsideen wurde stark angenommen.

In den vom KWF finanzierten wissenschaftlichen Einrichtungen schritt der Aufbau von Strukturen weiter voran: In den Lakeside Labs wurden zwei Geschäftsführer bestellt, zwei Stiftungsprofessuren wurden evaluiert und mit überwiegend positiven Kritiken bedacht. Eine Vorstudie zum Thema "Sozial- und kulturwissenschaftliche Perspektiven (sich) selbst organisierender Systeme" hat reges Forschungsinteresse und enormes Potenzial für wissenschaftlichen Output aufgezeigt.

Im Themendialog "Das Unternehmen Forschung" diskutierten Experten aus der Forschungs-, Unternehmens- und Regionalpolitik-Community sowie Vertreter der EU-Kommission die Notwendigkeit der Öffnung der Forschungseinrichtungen zur Wirtschaft, aber auch des Herangehens der Unternehmen an Forschungsthemen.

Das EU Ziel 2-Programm Kärnten aus der alten Förderperiode 2000 bis 2006 konnte mit Ende des Jahres 2008 erfolgreich abgeschlossen werden. Mit attraktiven Projekten gelang es, die reservierten Mittel in der Höhe von rd. 85 Mio EUR voll auszuschöpfen.

Im Bereich der Unternehmensneugründungen gab es im Jahr 2008 mit 1.828 den zweitbesten jemals erzielten Wert, wobei jedoch die traditionell gründungsstärksten Sparten stagnierten oder Verluste hinnehmen mussten, während die Sparten Tourismus und Freizeitwirtschaft bzw. Transport und Verkehr starke Zuwächse verbuchten.

Der ab den Sommermonaten 2008 beginnende Abschwung, hervorgerufen durch die internationale Finanzkrise, gewann bis zum Jahresende an negativer Dynamik. Die erfreuliche Nachricht über das Inkrafttreten der neuen "Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung", die höhere Förderintensitäten für KMU außerhalb der Regionalfördergebiete ermöglicht, ging dabei leider unter. In Absprache mit den Kärntner Unternehmern hat der KWF gemeinsam mit Land, Bund und Sozialpartnern noch per Jahresende als erste Maßnahme ein mehrstufiges "Konjunkturpaket Kärnten 2009-2010" - bestehend aus "Konjunkturbonus", "Investitionsbezogene Lohnkostenförderung" sowie Änderungen beim Programm "Kleinstunternehmen" - geschnürt und umgesetzt.

Bei der "Tourismus Qualitätsoffensive", die ebenfalls Bestandteil des Konjunkturpakets ist und auf umfassende Modernisierungs- und Nachhaltigkeitsinvestitionen im mittleren Segment abzielt, werden die besten Projekte im Zuge einer Ausschreibung, die bereits gestartet wurde, ermittelt.

Im Rahmen eines "Konjunkturpaket II" wurde von der EU mit Dezember 2008 bereits eine "Temporäre Beihilfe" genehmigt, die zusätzliche Förderungen in der Höhe von max. 500.000,- EUR je Betrieb - unter Einrechnung der bereits im Jahr 2008 gewährten "De minimis"-Beihilfen - ermöglicht. Darauf aufbauend hat der Bund mit April 2009 eine Rahmenrichtlinie für das gesamte Bundesgebiet erlassen. Der KWF wird diese zusätzlichen Fördermöglichkeiten in die bestehenden Förderprogramme einarbeiten. In der Praxis wird sich diese Maßnahme vorwiegend auf die Förderung von Groß- und Mittelbetrieben auswirken und kommt ab sofort bis Ende 2010 im gesamten Bundesgebiet zur Anwendung. Als nächstes ist zudem ein Konjunkturfonds mit Beteiligungskapital und Haftungsübernahmen geplant.

Abschließend ist festzuhalten, dass auch oder gerade in Zeiten des Abschwungs, die langfristig formulierten, technologiepolitischen Ziele unbedingt weiterzuverfolgen sind: Die Fokusthemen im Umfeld der Technologiepolitik sind die Humanressourcen, IT-Entwicklung, Produktionstechnologien und die nachhaltige Entwicklung. Dazu gehört, dass sich Institutionen in Kärnten auf diese Themen konzentrieren und gegebenenfalls Ressourcen bündeln, um international sichtbar und bedeutend zu sein.

Details: www.kwf.at/das_jahr_2008

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