ÖAMTC: Verschrottungsprämie wird rund 140 Millionen Euro zusätzlich in die Staatskasse spülen

Club fordert Garantien für Neuwagenkäufer, z.B. durch Voranmeldesystem

Wien (OTS) - Wenn der Absatztrend auf dem Automarkt weiter ungebrochen anhält, könnten viele Neuwagenkäufer bald um die versprochene Verschrottungsprämie umfallen. "Es gilt jene abzusichern, die jetzt im guten Glauben ein Auto bestellen. Das wäre durch ein Voranmeldesystem gewährleistet, bei dem man die Prämie bis zur tatsächlichen Zulassung des schon erworbenen Autos 'reservieren' kann", erklärt Elisabeth Brandau, Verkehrswirtschaftsexpertin des ÖAMTC. Voraussetzung für eine gültige Reservierung wäre der Kaufvertrag des Neuwagens sowie eine nachweisliche Verschrottungsabsicht für das Altfahrzeug (z.B. durch Vermerk im Kaufvertrag). "Damit wäre gewährleistet, dass Autokäufer auch bei längeren Lieferzeiten zu ihrer Prämie kommen", sagt die ÖAMTC-Expertin.

Neben den Autokäufern profitiert vor allem auch das Bundesbudget von der "Kaufprämie", die derzeit auf 30.000 Autokäufe angelegt ist. "Alleine durch die NoVA (Normverbrauchsabgabe) ergibt diese Summe an Autokäufen knapp 40 Millionen Euro Mehreinnahmen. Die Mehrwertsteuer spült noch einmal ca. 100 Millionen ins Staatsbudget. In Summe wird der Staat an der Verschrottungsprämie rund 140 Millionen Euro 'verdienen'", rechnet die ÖAMTC-Expertin vor. Genug also, um in ein Nachfolgemodell zu investieren. "Mit den Mehreinnahmen könnte der Bund alleine für weitere 90.000 Fahrzeuge eine Prämie von 1.500 Euro ausschütten", sagt Brandau. Wenn das System der Halbe/Halbe-Finanzierung zwischen Staat und Autohandel aufrecht bliebe, könnten sogar rund 180.000 Autos "kaufgefördert" werden.

"Außerdem muss geklärt sein, was nach der Verschrottungsprämie kommt", stellt Brandau klar. Das beste Zukunftsmodell aus Sicht des ÖAMTC wäre eine nach dem jeweiligen CO2-Ausstoß abgestufte Reduzierung der NoVA. "Das könnte mit einer einfachen Anpassung des bestehenden NoVA-Gesetzes realisiert werden", so die ÖAMTC-Expertin. Mit Ausnahme von "Spritfressern" brächte dieses Modell eine deutliche Verbilligung bei den meisten Automodellen. "Eine NoVA-Reform wäre ein nachhaltiger Ansatz für Konsumenten, Umwelt und Autohandel", ist die ÖAMTC-Expertin überzeugt.

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