Brasilien: 38 Prozent Exportzuwachs im ersten Quartal

AWO: Österreichs Brasiliengeschäft läuft prächtig

Wien (PWK267) - Schwer nachvollziehen kann der österreichische Handelsdelegierte in São Paulo, Ingomar Lochschmidt, die laufenden Export-Negativmeldungen. Die österreichischen Lieferungen nach Brasilien laufen nämlich, so Lochschmidt, auch heuer prächtig -zumindest bis jetzt.

"Soeben hat Brasilien seine Importstatistik für die ersten drei Monate 2009 veröffentlicht: 38 Prozent Zuwachs bei den Lieferungen aus Österreich! Viele unserer Brasilienexporteure haben Grund zum Feiern - vor allem Anlagen für die Zelluloseindustrie, Hebezeug, Verpackungsmaschinen, Schienen und warmgewaltzer Stahl sind die Renner!", zeigt sich Lochschmidt erfreut.

Laut der brasilianischen Statistik sind im ersten Quartal österreichische Waren im Gesamtwert von 246 Mio. US Dollar in Brasiliens Häfen und Flughäfen eingetroffen. Dieser Zuwachs von 38 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des Rekord-Vorjahres folgt nicht dem allgemeinen Trend: Brasiliens Bezüge aus der EU insgesamt sind um 18,6 Prozent zurückgegangen, aus der gesamten Welt gar um 21,6 Prozent.

Von Brasilien (direkt) nach Österreich verschifft wurden im gleichen Zeitraum Güter im Wert von 34,7 Mio. US Dollar, empfindlich weniger als die 55,3 Mio. US Dollar des Vorjahreszeitraums.
Die österreichischen Außenhandelszahlen - sie werden gut zwei Monate später veröffentlich - liegen meist über den brasilianischen Werten. Sie sind nicht 1:1 vergleichbar, da sie naturgemäß um ca. vier bis sechs Wochen zeitversetzt erfasst werden, denn so lange dauert in der Regel der Frachtweg und die Zollabfertigung.

"Die Krise werden wir trotzdem auch bei unseren Brasilienlieferungen zumindest leicht zu spüren bekommen", warnt Lochschmidt vor allzu großer Euphorie. "Wir liefern traditionell Ausrüstungen in die Automobilzulieferbranche und in die Stahlindustrie, beide sind im Moment auch in Brasilien nicht gerade investitionsfreudig. Unsere Lieferungen in andere Industrien und auch die Konsumgüterexporte laufen aber glücklicherweise weiterhin gut, wie mir zahlreiche heimische Exporteure bestätigen."

Brasilien veröffentlicht unter allen Ländern der Welt seine Außenhandelsstatistk wahrscheinlich am schnellsten, nur wenige Tage nach Monatsende stehen die Import- und Exportwerte im Internet zur Verfügung. Grund dafür ist die hundertprozentige elektronische Zollanmeldung und die sehr weitgehende Transparenz der vom Staat gesammelten Daten. (ES)

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Dr. Ingomar Lochschmidt
Außenhandelsstelle Sao Paulo
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