ÖSTERREICH: Häupl beharrt auf Vermögenszuwachssteuer

Für Wiens SPÖ-Bürgermeister ist "nicht nachvollziehbar" warum alte Koalitionseinigung nicht umgesetzt wird: "Lasten sind schon jetzt sehr ungerecht verteilt"

Wien (OTS) - Während die Bundesregierung einig gegen neue Vermögenssteuern auftritt, gibt es innerhalb der SPÖ offenbar noch Gesprächsbedarf: Denn Wiens Bürgermeister Michael Häupl fordert via ÖSTERREICH (Mittwochausgabe), dass die Vermögenszuwachssteuer doch noch umgesetzt wird. "Die Lasten sind schon jetzt sehr ungerecht verteilt. Voriges Jahr wurde etwa die Vermögenszuwachssteuer zur Finanzierung des Gesundheitssystems in der früheren Koalition paktiert. Warum sie jetzt nicht umgesetzt wird, ist nicht nachvollziehbar. Ich habe diese Vereinbarung nicht vergessen, andere offenbar schon", sagte Häupl am Dienstag gegenüber ÖSTERREICH.

Der SPÖ-Grande dürfte damit nicht nur auf die ÖVP, sondern auch auf den früheren Koalitions-Koordinator und aktuellen Kanzler Werner Faymann anspielen, der sich vorerst gegen neue Steuern stellt. "Grundsatzdiskussion ja, Aktualität nein", so der SPÖ-Chef. Die von Häupl geforderte neue Steuer sollte - laut den gescheiterten Plänen der früheren Regierung - immer dann anfallen, wenn Privatpersonen beim Verkauf einer Wertanlage (vor allem Aktien, Immobilien) Gewinne machen.

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