Bestechungen haben im WADA-akkreditierten Dopingkontroll-Labor keine Chance

Anonyme Probenanalyse stellt Verlässlichkeit der Proben sicher

Seibersdorf (OTS) - In einer Reaktion auf das öffentliche Geständnis von Lisa Hütthaler weist das Dopingkontroll-Labor in Seibersdorf die Mutmaßungen von Lisa Hütthaler auf das Schärfste zurück. Hütthaler gab an, dass sie davon ausgegangen sei, dass ein Bestechungsversuch an Labormitarbeitern unter Umständen erfolgreich wäre. Die Tatsache, dass der Bestechungsversuch von Lisa Hütthaler zur Anzeige gelangt ist, zeigt aber klar, dass Bestechung im Dopingkontroll-Labor keine Chance hat. Für maximale Ergebnissicherheit sorgt unter anderem die anonymisierte Vorgangsweise: Den Proben werden vor der Lieferung an das Labor Zahlencodes zugewiesen. Das Labor meldet die Testergebnisse unter Nennung der Codes an die Sportverbände zurück. Erst dort können positive Proben den Namen der Sportler zugeordnet werden. Die Labormitarbeiter selber wissen nicht, wessen Testergebnis sie in Händen halten. Im WADA akkreditierten Dopingkontroll-Labor Seibersdorf werden jährlich bis zu 6.000 Proben absolut anonymisiert und nach hochprofessionellen Laborverfahren geprüft. In der Geschichte des Dopingkontroll-Labors in Seibersdorf wurde bisher jede einzelne positiv berichtete A-Probe auch in der B-Probe als positiv bestätigt. ****

Anstelle einer Entschuldigung neue haltlose Vorwürfe

Zwar ist es erfreulich, dass Lisa Hütthaler den Bestechungsversuch gestanden hat. Bedauerlich ist aber, dass sich Lisa Hütthaler bis jetzt nicht bei der Mitarbeiterin des Dopingkontroll-Labors in Seibersdorf entschuldigt hat, die sie bzw. ihre Berater zuvor öffentlich als Lügnerin dargestellt haben. Ebenso bedauerlich ist es, dass Lisa Hütthaler gestern anlässlich ihres finalen Geständnisses neue und völlig haltlose Anschuldigungen und Unterstellungen gegenüber dem Dopingkontroll-Labor in Seibersdorf in den Raum gestellt hat.

Seibersdorfer Dopingkontroll-Labor weltweit anerkannt

Seit 2002 ist das Labor vom IOC und in der Folge seit 2004 von der WADA für die Analyse von Dopingproben akkreditiert und unterliegt damit strengsten und mehrfach gesicherten Qualitätskriterien. Selbstverständlich ist das Labor auch entsprechend der jeweils aktuellen Norm für chemische Prüflaboratorien (ISO 17025) akkreditiert. Sämtliche Proben, die in Österreich genommen werden, kommen nach Seibersdorf. Mittlerweile zählen auch die nationalen Antidoping-Agenturen der Länder Slowenien, Slowakei, Ungarn, Kroatien und Serbien zu den Kunden des Labors.

Strengste WADA Kriterien und Verschwiegenheitspflicht

Über einzelne Fälle selbst darf Laborleiter Günter Gmeiner nicht sprechen: "Als Vertreter des akkreditiertes Labors darf ich dazu keine Stellung nehmen, das gehört zu den professionellen Regeln. Wir bekommen die Proben anonymisiert und leiten die Ergebnisse ebenso mit einem Verschlüsselungscode an die zuständigen Auftraggeber wie Sportverbände oder an die nationalen Dopingagenturen weiter.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Michael H. Hlava
Leiter Corporate Communications

Austrian Research Centers GmbH - ARC
Telefon: +43 (0)50550-2046
Mobil: +43 (0)664 620 77 66, Email: michael.hlava@arcs.ac.at
www.arcs.ac.at

Dr. Günter Gmeiner
Leiter Doping-Kontroll-Labor Seibersdorf

T +43 (0) 50550-3539, F +43 (0) 50550-3590
M +43 (0) 664 620 77 18, Email: guenter.gmeiner@arcs.ac.at
www.arcs.ac.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ARC0001