WKÖ-Hochhauser: Wirtschaftsimpulse dank Steuerreform durch Senkung der Lohnnebenkosten ergänzen

Höherer Gewinnfreibetrag für Selbständige ist Signal der Ermutigung - niedrigere Lohnnebenkosten für den ersten jungen Mitarbeiter gefordert

Wien (PWK266) - "Die Wirkung der Steuerreform als aktives
Instrument zur Bewältigung der Wirtschaftskrise kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden", betont Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Nach den hohen Lohnabschlüssen im Herbst 2008 und der Aufstockung der Familienförderung gibt es damit einen weiteren wichtigen Impuls zur Stärkerung der Kaufkraft und damit der gesamten Wirtschaft. In einem zweiten Schritt wird durch die Erhöhung des Gewinnfreibetrags für Selbständige von 10 auf 13 Prozent ab 2010 eine "langjährige Diskriminierung" endlich aus der Welt geschafft, so Hochhauser.

Derzeit ist das Jahreseinkommen von Selbständigen und Unselbständigen mit durchschnittlich 26.600 Euro brutto zwar praktisch gleich, netto haben die Selbständigen aber rund 1.300 Euro pro Jahr weniger in der Tasche. Der Grund ist, dass sie im Gegensatz zu den Arbeitnehmern kein steuerbegünstigtes "Urlaubs- und Weihnachtsgeld" haben.

"Die anstehende Erhöhung des Gewinnfreibetrages als Äquivalent zum steuerbegünstigten Jahressechstel stärkt die finanzielle Substanz von zigtausend Klein- und Kleinstunternehmen, darunter viele Nahversorger, um insgesamt rund 150 Millionen Euro", so die WKÖ-Generalsekretärin. "Das ist gerade jetzt ein wichtiges Signal der Ermutigung und Motivation."

Zugleich wird die Steuerreform - "so richtig und wichtig sie ist" - nicht in alle Richtungen greifen, betont Hochhauser. "Gerade im Hinblick auf die Absicherung von Arbeitsplätzen ist auch an eine Senkung der Lohnnebenkosten zu denken, wie es sie etwa in Deutschland im Rahmen des zweiten Konjunkturpaketes ab Jahresmitte fix geben wird."

Für Österreich wäre ein Ansatz zielführend, mit dem Jugendliche, die von Arbeitslosigkeit ganz besonders betroffen sind, spezifisch unterstützt werden können. Konkret fordert die WKÖ eine Lohnnebenkosten-Befreiung für den ersten Mitarbeiter im Alter bis 25 Jahre - zunächst befristet auf ein Jahr. "Das wäre ein wichtiger Anreiz für unsere Ein-Personen-Unternehmen, die angesichts der schwierigen Wirtschaftslage doppelt und dreifach zögern, bevor sie Leute einstellen. Überdies hätten die jungen Menschen eine Zukunftsperspektive, die sie gerade jetzt bitter benötigen", so Hochhauser abschließend. (SR)

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