"Freude an der Familie und Freude an Kindern"

Familienverbandspräsident Clemens Steindl legte im Gespräch mit dem Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari und dem steirischen Katholischen Familienverband die aktuellen Ziele des Engagements für die Familie dar

Graz, 6.4.09 (KAP) "Ich sehe es als meine wichtigste Aufgabe an, jungen Menschen Freude an Kindern und Freude an der Familie zu vermitteln. Dazu wird es notwendig sein, die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen entsprechend zu gestalten":
Prof. Clemens Steindl, seit Oktober letzten Jahres Präsident des Katholischen Familienverbandes Österreichs (KFÖ), legte bei einem Steiermarkbesuch sowohl im Gespräch mit Diözesanbischof Egon Kapellari als auch in der Begegnung mit dem steirischen Katholischen Familienverband die aktuellen Ziele des Engagements für die Familie dar.

In einer Gesellschaft, in der "Familien und damit Eltern einem vielschichtigen Druck ausgesetzt" sind und "Elternschaft oft als einschränkende Lebensbedingung" dargestellt wird, versuche sich der Katholische Familienverband als "gesellschaftspolitischer Faktor" zu positionieren, der entsprechend seinem Leitbild die "Interessen aller Familien" vertritt, unterstrich Steindl. Drei Schwerpunkte würden die Arbeit des KFÖ kennzeichnen: "Erstens die materielle Verbesserung der Familie, zweitens die Schulpolitik, drittens die immaterielle Aufwertung der Familie und damit die "Forcierung der Wertediskussion". Die Verteidigung des "Rechtes auf Leben" - von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod - habe dabei oberste Priorität.

Bedrängnisse für die Familie sieht Steindl in einem gesellschaftlichen Bewusstsein, das durch "Individualisierung, Bindungslosigkeit und Beliebigkeit" auf eine "falsch verstandene Freiheit" hinauslaufe. Auch der zunehmende Leistungs- und Zeitdruck, dem sowohl Eltern als auch Kinder ausgesetzt sind, sei für ein gelingendes Familienleben nicht förderlich. Zeit für einander, für gemeinsame Unternehmungen, gemeinsames Feiern bleibe dabei allzu oft auf der Strecke, bedauerte Steindl. Umso wichtiger sei es, über die positiven Erfahrungen mit Familie zu reden und Freude an Kindern, Freude am Elternsein zu vermitteln.

Der Familienverband müsse die Chance nützen, in der gesellschaftspolitischen Diskussion der Gegenwart mit seinen Ideen öffentlich und offensiv aufzutreten. Auf keinen Fall dürfe man über der "Idealfamilie" mit Mutter, Vater und Kindern die vielen anderen Familienformen vergessen. Das sei ganz im Verständnis von Bischof Kapellari, der in seinem Buch "Seit ein Gespräch wir sind…" schreibt:
"Wir dürfen als Kirche aber nicht nur Ideale verkünden, sondern müssen uns auch der nicht-idealen Realität helfend zuwenden".

Steindl möchte in seinem Einsatz Freude und Begeisterung "für Familie und für Kinder" vermitteln und durch reale positive Bilder aufzeigen, dass Familie auch im 21. Jahrhundert lebbar ist. "Die Familie ist nach wie vor ein großer Sehnsuchtswert bei der Jugend. Damit dieser Sehnsuchtswert dann auch umgesetzt und mit Freude gelebte Wirklichkeit wird, sind auch die Kirche und der Katholische Familienverband gefordert", so der KFÖ-Präsident. (ende) K200903339
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