Dirnberger (RÖM): "Sollen die Mieterträge privater Zinshäuser die ERSTE BANK sanieren?"

"Sollen 25 % des Jahresumsatzes eines österreichischen Mietshauses zur Liquiditätssicherung der ERSTE BANK herangezogen werden?"

Wien, 7. April 2009 (OTS) - "Sollen 25 % des Jahresumsatzes eines österreichischen Mietshauses, das sich bisher als "Pignum Irregulare" im Besitz des jeweiligen Hausbesitzer befand, nun zwangsweise zur Liquiditätssicherung der ERSTE BANK herangezogen werden, wie in der WRN2009 vorgesehen?"

"Die ursprünglich als Faschingsscherz gedeutete "Verpflichtende Veranlagung jeder einzelnen Mietkaution auf einem einzelnen Sparbuch einer Österreichischen Bank" soll nun Bestandteil der Wohnrechtsnovelle (WRN 2009) sein. Sämtliche Sparbücher müssten bis spätestens 30. September 2009 eröffnet werden.

Abgesehen von dem ungeheuren Verwaltungsaufwand muss man sich nur vorstellen, dass sodann in wenigen Jahren zig-tausende Exmieter mit, auf die ehemalige Verwaltung legitimierte Sparbücher "herumlaufen" so Dirnberger empört.

"Rechtlich gesehen stellen Kautionen ein "Pignum Irregulare" also ein unechtes Pfand dar, das sich während der gesamten Mietdauer im Besitz des Vermieters befindet und bei durchschnittlich 3 Kautionen, 25 % des Jahres-Bruttoumsatzes (inkl. Betriebskosten und Mwst) eines durchschnittlichen Mietshauses darstellen und von den Vermietern oftmals für außerordentliche Erhaltungs- und Erneuerungsinvestitionen genützt werden und wurden, da ja bei einem Wohnungswechsel mit der Kaution des neuen Mieters, die Kaution des Vormieters quasi gegen verrechnet wird.

Wir vom RÖM Ring Österreichischer Makler, protestieren auf das Schärfste gegen diese unsinnige und schikanöse Bestimmung im Rahmen der WRN 2009, die auf der einen Seite einen ungeheuren, durch nichts zu rechtfertigenden Verwaltungsaufwand darstellt, im Wesentlichen aber nur dazu nützen soll, den Großbanken aus ihrer wohl zumeist selbst verschuldeten Liquiditätsschwäche zu helfen. Die Einflussnahme von Konrad (Raika), Treichl (Erste Bank) & Co auf unsere Bundesregierung haben bereits ein unerträgliches Maß überschritten", so Dirnberger weiter.

"Wenn in Eigentumshäusern Mitbesitzer bei der Eigenbestellung als Verwaltung nicht stimmberechtigt sind, so verlangen wir im Gegenzug, dass derzeitige und ehemalige Mitarbeiter des Raiffeisenkonzerns die als Abgeordnete im Parlament wirken (von der Personenanzahl viel stärker als der Klub der Grünen) bei allen die Wirtschaftskrise betreffenden Abstimmungen als Betroffene nicht stimmberechtigt sind", so Dirnberger abschließend.

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RÖM "Ring Österreichischer Makler"
Mag. Dr. Elmar Dirnberger
Tel.: 0664/330 19 15
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