ÖH: Klarstellung zur Evaluierung der Studieneingangsphase

BM Hahn verkauft Meinung von wenigen als Rechtfertigung für seine Beschränkungspläne

Wien (OTS) - "Bundesminister Hahn vertauscht Äpfel mit Birnen,
wenn er die Ergebnisse der Evaluierungsstudie zu den Zulassungsverfahren des § 124b UG 2002 nun als Argument für flächendeckende Studieneingangsphasen für alle Studienrichtungen verwendet. Davon war während der Evaluierung nie die Rede", stellt Samir Al-Mobayyed, Vorsitzender der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft, klar.

"Es ist richtig, dass die ÖH im Beirat zur Evaluierung des § 124b UG 2002 vertreten war, dort wurde auch die Durchführung der nun an die Öffentlichkeit gedrungenen, jedoch leider noch nicht veröffentlichten Studie, diskutiert. Es ging dabei um eine Evaluierung der Zulassungsverfahren unter jenen Studierenden, die von derartigen Verfahren betroffen sind", erklärt der ÖH-Vorsitzende. Bei dieser Umfrage ging es lediglich darum, die Auswirkungen des § 124b UG 2002 an den Universitäten zu überprüfen. Gegen die aktuelle Auslegung der Studie seitens des Wissenschaftsministeriums würden jedoch zwei Argumente sprechen:

Zum einen erreichte die Studie eine Rücklaufquote von lediglich neun Prozent, zum anderen wurden wie bereits erwähnt nur Studierende befragt, die selbst Zugangsverfahren absolvieren mussten. "Der Ansatz, die Ergebnisse der Studie nun als Meinung aller Studierenden und somit als allgemeine Zustimmung zu Zugangsverfahren zu verkaufen, ist schlichtweg an den Haaren herbeigezogen. Bundesminister Hahn dreht sich diese Ergebnisse so weit zu Recht, bis daraus eine Rechtfertigung der von ihm geplanten Einführung von zwei Semestern Studieneingangsphase im Bachelor wird", kritisiert Al-Mobayedd, "er kann damit aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Zulassungsbedingungen nur eine Folge der zu geringen finanziellen Ressourcen unserer Hochschulen sind. Hätten unsere Hochschulen genug Budget, wäre ein Aussieben, wie es jetzt vorgesehen ist, nicht notwendig. Darüber hinaus ist uns aus den jetzigen Eingangsphasen schon bekannt, dass die bei den Prüfungen geforderte 'Qualität’ stets mit den freien Kapazitäten sinkt oder steigt, das als transparent zu bezeichnen mutet etwas seltsam an", so der Studierendenvertreter abschließend.

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