Huainigg: Wiener Polizei muss im Umgang mit behinderten Menschen geschult werden

Fall Mohammed A. darf sich nicht wiederholen

Wien, 06. April 2009 (ÖVP-PD) „Bestürzt und verärgert“ zeigt sich ÖVP-Behindertensprecher Dr. Franz-Joseph Huainigg angesichts der Zeitungsmeldungen, wonach ein lernbehinderter Jugendlicher aufgrund eines „polizeilichen Missverständnisses“ acht Tage grundlos in Schubhaft verbrachte. ****

Der 21-jährige Mohammed A. wurde am 25. März im Zuge einer Razzia der Fremdenpolizei am Urban-Loritz-Platz aufgegriffen, während er auf die Öffnung der Stadtbibliothek wartete. Aufgrund der dunklen Hautfarbe und der behinderungsbedingten missverständlichen Äußerungen wurde er von der Polizei mitgenommen. Obwohl er später die richtige Wohnadresse angab, seinen Wohnungsschlüssel herzeigte und bat „Mama und Papa anzurufen“, wurde ihm kein Glaube geschenkt.

„Die Polizei war im Umgang und in der Kommunikation mit einem behinderten Menschen offenbar maßlos überfordert“, resümiert Huainigg, der „jegliche Schuldzuweisung an die Innenministerin zurückweist“. Der ÖVP-Behindertensprecher fordert daher „Schulungsmaßnahmen der Wiener Polizei im Umgang mit behinderten Menschen, denn der Fall Mohammed A. darf sich nicht wiederholen!“

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0001