GPA-djp Katzian an Sorger und Felderer: Nulllohnrunde und betriebliche Lohnverhandlungen kein Thema

Lohnverzicht erhält keine Arbeitsplätze

Wien (OTS) - "Weder ein Aussetzen der Lohnrunde noch Lohnverhandlungen auf betrieblicher Ebene sind für uns ein Thema", sagt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Wolfgang Katzian, anlässlich der gestern Abend in der Sendung "Im Zentrum" geäußerten Forderungen von IV-Präsident Veit Sorger. "Wir werden die Drohungen der Industriellenvereinigung ‚Wenn es zu Lohnerhöhungen kommt, dann führt das zu Kündigungen’ sicher so nicht akzeptieren. Lohnkürzungen haben noch nie Arbeitsplätze erhalten, sondern nur die Konjunktur gebremst", kritisiert Katzian.

"Durch die Kurzarbeit, haben die ArbeitnehmerInnen bereits deutliche Verluste bei ihren Einkommen hinnehmen müssen, die Verunsicherung schaffen und sich nachteilig auf die Konjunktur auswirken. Weder eine generelle Politik des Lohn- und Gehaltsverzichts noch die Verlagerung der Lohnverhandlungen auf betriebliche Ebene werden uns schneller aus der Krise herausführen. Dass der IHS-Chef das nun im Bündnis mit der Industriellenvereinigung fordert ist mir völlig unverständlich", meint Katzian. "Als Ökonom und Wirtschaftsforscher sollte Bernhard Felderer das eigentlich besser wissen."

"Gerade in einer Phase, in der die Inlandsnachfrage eine der wichtigsten Stützen der Konjunktur darstellt, wäre eine Strategie der Kürzung von Einkommen der völlig falsche Weg, der die gesamte Volkswirtschaft noch stärker in die Rezession treiben würde", so Katzian. "In den vergangenen Jahren haben viele Unternehmen in Österreich Rekordgewinne eingefahren. Die ArbeitnehmerInnen haben dabei einen wesentlichen Beitrag geleistet. Profitiert haben allerdings vor allem Aktionäre und Spitzenmanager. Wir werden nicht zulassen, dass nun die Verluste über Lohnkürzungen an die ArbeitnehmerInnen weitergeben werden. Das wäre absurd."

ÖGB, 6. April 2009 Nr. 195

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