HTU Wien - Flächendeckende Zugangsbeschränkungen keine Lösung für Überlastung einzelner Studien

Wien (OTS) - Die HTU Wien hat für die Evaluierung der geplanten Studieneingansphasen eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Deren Ergebnis ist eine eindeutig ablehnende Haltung gegenüber Minister Hahns momentaner Pläne eine verpflichtend positiv zu absolvierende Studieneingangsphase einzuführen, die über das Weiterstudium entscheiden soll. Um das Problem einiger überlaufenen Studien zu lösen, werden flächendeckende Zugangsbeschränkungen eingeführt. "Das ist ein immenser qualitativer Einbruch der Studienbedingungen und muss mit allen Mitteln verhindert werden", zeigt sich Lukas Hille, Vorisitzender der HTU Wien, entschlossen.

Über Prüfungsketten sind in vielen Studien bereits Eingangsphasen eingerichtet, wodurch man erst nach Absolvierung der ersten beiden Semester, oder zumindest großer Teile davon, Lehrveranstaltungen aus höheren Semestern besuchen darf. Das widerspricht eindeutig dem leitenden Grundsatz der Lernfreiheit, der im Universitätsgesetz 2002 verankert ist. Abgesehen davon haben sich diese Eingangsphasen auch nicht bewährt. Besonders in kleineren Studien können Lehrveranstaltungen nicht oft genug angeboten werden, sodass die Gefahr besteht, dass man bei einmaligen Nichtbestehen sehr viel Zeit verliert oder nach Minister Hahns Vorschlag vielleicht gar keine Möglichkeit mehr bekommt, das Fach zu wiederholen. "Es kann und darf nicht das Ziel sein, interessierten und begabten Studierenden das Studium zu verbieten, nur weil sie einmal einen Aussetzer hatten", so Hille.

Verpflichtende Studieneingangsphasen sind nicht die Lösung für überlaufene Studien. Die Qualität der Studien darf nicht flächendeckend sinken, um die Probleme einzelner Studien zu beheben. "Wir fordern deshalb Minister Hahn auf, seine Pläne noch einmal zu überdenken und bieten uns gerne für konstruktive Gespräche an, um eine vernünftige Lösung zu finden", schließt Hille.

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