ÖH: Flächendeckende Einführung von Zulassungsbeschränkungen nicht gerechtfertigt

Studie zu Studieneingangsphase differenziert betrachten

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH) gibt zu bedenken, dass die heute in den Medien kolportierten Daten einer Umfrage des Wissenschaftsministeriums mit Vorsicht zu genießen sind.

"Bundesminister Hahn argumentiert damit, dass sich 44,7% der Studierenden für die Einführung von Studieneingangsphasen bei bestimmten Studienrichtungen aussprechen. Diese Ergebnisse muss man differenziert betrachten", erläutert der ÖH-Vorsitzende Samir Al-Mobayyed. "Die 44,7% meinen nämlich, dass Studieneingangsphasen 'notwendig' wären, bei der zweiten Frage, die auf die praktische Umsetzung abzielt, nämlich ob diese Phasen auch wirklich zum Einsatz kommen sollen, sagen nur 21,3% 'ja'", so der Studierendenvertreter.

Eine weitere Gefahr der Studie: Sie wurde nur unter Studierenden durchgeführt, die selbst von einem Zulassungsverfahren betroffen sind. Hier driften die Meinungen klar auseinander, je nachdem ob der oder die Befragte das Verfahren bestanden hat, abgelehnt wurde oder noch auf Ergebnisse wartet.
"Von dieser Umfrage auf eine flächendeckende Einführung von Zulassungsbeschränkungen zu schließen, halten wir für nicht gerechtfertigt", so Al-Mobayyed, "dafür wäre eine ebenso flächendeckende Befragung aller Studierenden Österreichs notwendig, unabhängig davon, ob sie dem Druck eines Zulassungsverfahrens bereits ausgesetzt sind oder nicht."

"Wir appellieren an Bundesminister Hahn, sich wie versprochen um eine ausreichende Finanzierung der Universitäten zu kümmern. Damit können die Qualität in der Lehre gesichert und die erforderlichen Ausbildungsplätze garantiert werden", fordert der ÖH-Vorsitzende abschließend.

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