Über 20.000 holten sich das Kärntner Pendlergeld

LH Dörfler: Gutscheine im Gesamtwert von 1,19 Mio. Euro für 20.447 Pendler - Aktion Sparcard wurde von 7.000 Menschen angenommen

Klagenfurt (LPD) - Mit dem Kärntner Pendlergeld hat das Land Kärnten auf die massiv gestiegenen Treibstoffpreise reagiert und die Menschen zusätzlich finanziell entlastet. Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Albert Kreiner von der Infrastrukturabteilung des Landes zogen heute, Montag, in einer Pressekonferenz Bilanz über die erfolgreiche Aktion. So hat es insgesamt 24.231 Pendlergeld-Anträge gegeben, von denen 20.447 genehmigt werden konnten. 1,19 Mio. Euro wurden in Form von Gutscheinen ausgegeben. Sehr gut angenommen wurde von den Kärntnerinnen und Kärntnern auch die Sparcard-Aktion, mit der öffentliche Verkehrsmittel 60 Tage zum Preis von 30 genutzt werden konnten. 7.000 Stück wurden ausgegeben, diese "Schnupperkunden" haben für eine Fahrgaststeigerung von 7,7 Prozent gesorgt.

"Viele Pendler mussten sich nach der extremen Preisentwicklung fragen, ob der Weg zum Arbeitsplatz überhaupt noch finanzierbar ist", meinte Dörfler. Daher habe man das Kärntner Pendlergeld - nach einer Idee des verstorbenen Landeshauptmannes Jörg Haider - als zusätzliche Entlastung eingeführt. "Es ging vor allem auch darum, die Pendler im ländlichen Raum zu stärken", so Dörfler. Er betonte auch, dass Kärnten allgemein die höchste und größte Pendlerhilfe in Österreich habe. 4,5 Mio. Euro würden jährlich über die Arbeiterkammer ausgezahlt. Hinzu kommen würden noch die Kärntner Billigdieseltankstellen, die als Preisregulatoren wirken und den Pendlern Kaufkraftvorteile bringen würden.

Pendlergeld gab es, egal ob jemand mit dem eigenen Fahrzeug, mit Zug oder Bus in die Arbeit fährt. Voraussetzung war eine Entfernung von über 20 Kilometer. 1.373 Antragsteller erhielten 100 Euro, 4.045 bekamen 75 Euro und 50 Euro gab es für 15.029 Personen. Die Gutscheine können bei ausgewählten Tankstellen sowie bei der Bahn und bei Busunternehmen eingelöst werden. Die Ablehnung von 3.784 Anträgen wurde mit zu geringer Entfernung zum Arbeitsplatz, zu hohem Verdienst oder damit, dass es sich beim Antragsteller um keinen EU-Bürger handelt, begründet.

Kreiner verwies auf die schnelle und kompetente Abwicklung der Pendlergeld-Anträge, die gemeinsam mit dem Verkehrsverbund und Mitarbeitern der Post AG erfolgt ist. Das große Interesse der Menschen schlage sich auch in den Zugriffen auf die Homepage der Kärntner Linien nieder. So hat es laut Kreiner im dreimonatigen Zeitraum der Pendlergeld-Aktion fast gleich viele Zugriffe gegeben wie im gesamten Jahr 2008. Kreiner machte außerdem darauf aufmerksam, dass die Gutscheine noch bis 31. Mai 2009 eingelöst werden können. (Schluss)

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