Neue Wege in der Pflege durch Bachelor für Gesundheitswesen

Burgstaller: Salzburg setzt damit als eines der ersten Bundesländer europäische Standards um / Start im Herbst 2009

Salzburg (OTS) - (LK) Ab Herbst startet an der Fachhochschule Salzburg ein dreijähriger Studiengang für
"Gesundheits- & Krankenpflege". Zusätzlich wird bereits jetzt an der Paracelsus Medizinischen
Privatuniversität (PMU) ein siebensemestriges pflegewissenschaftliches Studium in Kombination mit einer dreijährigen Gesundheits- und Krankenpflege-Ausbildung angeboten. "Salzburg setzt damit als eines der ersten Bundesländer europäische Standards im Pflegebereich um", erklärte heute, Montag, 6. April, Salzburgs Bildungs- und Gesundheitsreferentin Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller bei einem Informationsgespräch in der Fachhochschule in Puch-Urstein.

Schon seit langer Zeit hätten Vertreter der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe gefordert, dass auch dieser Bereich eine zeitgemäße hochschulische Ausbildung benötigt. Österreich hat sich (zuständig ist dafür der Bund) als einer der letzten EU-Staaten im Frühjahr 2008 mit der entsprechenden Verordnung dazu entschlossen, endlich die Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung zu akademisieren. "Salzburg nimmt - neben Wien und Niederösterreich -dabei eine Vorreiterrolle ein", so Burgstaller weiter. Der neue Studiengang sei inhaltlich kein "Ausreißer" im Studienangebot der Fachhochschule. "Bereits seit einigen Jahren haben wir - ebenfalls als Vorreiter - die Einführung von FH-Bachelorstudiengängen anstelle der früheren MTD-Akademieausbildungen betrieben und umgesetzt. Diesen akademischen Abschluss wird es nun auch für die Gesundheits- und Krankenpflege geben", sagte die Landeshauptfrau. Möglich wurde das durch einen Kooperationsvertrag zwischen dem Land Salzburg, den SALK und der Fachhochschule Salzburg, der zu Jahresbeginn 2009 unterzeichnet wurde. Er regelt die Zusammenarbeit zwischen FH Salzburg und Universitätsklinikum Salzburg, die Bereitstellung von Personal und Praktikumsplätzen und natürlich die Finanzierung.

Das Land stellt der Fachhochschule für den laufenden Betrieb der Studiengänge zusätzlich zu den Bundesgeldern mehr als vier Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. "Darin sind aber die sechs gesundheitswissenschaftlichen Studiengänge noch nicht enthalten. Die bezahlt das Land noch zusätzlich - und alleine, weil der Bund sich finanziell an diesen Studiengängen nicht beteiligt. Das gilt auch für den neuen Studiengang für Gesundheits- & Krankenpflege, der ebenfalls ausschließlich mit Landesgeldern finanziert wird. Das ist viel Geld -aber es ist ein gut angelegtes", ist Gesundheitsreferentin Burgstaller überzeugt, denn "unsere Bevölkerung wird rasch älter -Gesundheits- und Pflegeausbildung sind auch in dieser Hinsicht eine wichtige gesellschaftliche Zukunftsinvestition. Der Bund wird sich aber in Zukunft nicht mehr vor dieser Aufgabe drücken können. Die Länder waren bisher ohnehin fair und haben die dreijährigen Ausbildungen ausschließlich oder größtenteils selber finanziert, auch seit daraus FH-Studiengänge geworden sind. Aber eher früher als später wird es auch in diesem Bereich einige weiterführende FH-Masterstudiengänge geben müssen und diese sind in jedem Fall eine Aufgabe und finanzielle Verpflichtung des Bundes."

Mit dem neuen Studiengang kann das gesetzliche Ziel der Befähigung zur eigenverantwortlichen Tätigkeit nun erreicht und umgesetzt werden. Laut einer aktuellen Studie verringert sich die Dauer eines Krankenhausaufenthalts je besser die Pflege ist. Eine wichtige Aufgabe kommt dabei dem Pflegepersonal als unverzichtbare Schnittstelle in der Kommunikation zwischen Arzt und Patienten zu. Auch hier schafft das Bachelorstudium durch wissenschaftliches Arbeiten eine bessere Grundlage. "Der akademische Abschluss wird darüber hinaus auch zur Imageverbesserung der Pflegeberufe an sich beitragen. Pflegerische und ärztlich-medizinische Betreuung werden künftig deutlicher auf Augenhöhe kommunizieren. Insgesamt werden die Gesundheitswissenschaften in Zukunft wie kaum ein anderes Berufsfeld enorm an Bedeutung gewinnen. Ich bin daher überzeugt, dass wir mit diesem Studiengang dazu beitragen, dass Salzburg seinen Spitzenplatz in der Gesundheitsversorgung der Menschen weiter ausbaut", sagte Burgstaller.

Rückfragen & Kontakt:

Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
landespressebuero@salzburg.gv.at
http://www.salzburg.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SBG0001