Gift im Obst - Land NÖ gibt neuerlich "Ok"

Krismer: VPNÖ setzt auf Streptomycin statt auf Bio-Pflanzenschutz aus NÖ

St.Pölten (OTS) - Mit einer Verordnung vom 1.April 2009 hat die ÖVPNÖ auch heuer wieder den Einsatz des umstrittenen Antibiotikums "Streptomycin" gegen den bakteriellen Feuerbrand bei Obstbäumen zugelassen.

Zahlreiche Untersuchungen der AGES (=Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) belegen, dass Streptomycin sowohl in Obst als auch Honig nachweisbar ist. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat dieses Antibiotikum als für Menschen bedenklich eingestuft. Es ist zu erwarten, dass große Handelsketten, wie schon im Vorjahr, kein Obst anbieten werden, dass mit Streptomycin behandelt wurde.

"Rechtlich ist das nur durch das Schlupfloch ,Gefahr im Verzug' möglich, denn seit April 2004 hat das Antibiotikum im Rahmen der Pflanzenschutzmittelbewertung durch die EU europaweit keine Zulassung", hält Helga Krismer, Gesundheitssprecherin der Grünen NÖ die Fakten fest.

Noch befremdlicher wird das Vorgehen der ÖVPNÖ durch die Tatsache, dass die Firma Bio-ferm aus Tulln für ihr Bio-Pflanzenschutzmittel "blossom protect", das im Wirkungsgrad zu 91 Prozent dem Wirkungsgrad von Streptomycin entspricht, erst im November 2008 den NÖ Innovationspreis erhalten hat.

"Es ist inakzeptabel, dass sich die Mitglieder der Landesregierung auf Pressefotos gerne als "Grüne" darstellen und wenige Monate später den Chemiekonzernen und Antiobiotikakeulen den Vorzug geben!", kritisiert Krismer.

Die Grüne Gesundheitssprecherin fordert: "Ein endgültiges Aus für Streptomycin, wie auch in anderen Bundesländern. Dieses Antibiotikum gehört nicht auf unsere Obstbäume! Statt dessen soll das Land NÖ zu der Alternative der Firma Bio-ferm, das "made in NÖ" ist, stehen und die BäuerInnen mittels Förderung endgültig davon überzeugen. Landesrat Pernkopf kann erstmals Flagge zeigen, indem er diese Verordnung zurückzieht!" so Krismer abschließend.

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