Weltgesundheitstag: Ursachenbekämpfung statt Symptombehandlung

Samariterbund fordert strengere Umweltgesetze und mehr Solidarität

Wien (OTS) - Rund ein Viertel der weltweiten Erkrankungen sind inzwischen auf die Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden zurück zu führen. Umweltkatastrophen und deren Folgen treffen vor allem die "Entwicklungsländer", während man sich in den Industriestaaten - den größten Umweltsündern und zugleich wirtschaftlichen Profiteuren -vergleichsweise bester Gesundheit erfreut.

"Internationale Solidarität und Umweltabkommen sind zu leeren Worthülsen geworden. Selbst die nationale Eigengefährdung durch Umweltschäden wird großteils noch immer negiert. Anstatt Ursachen zu bekämpfen findet nur mehr Symptombehandlung statt", stellt Reinhard Hundsmüller, Bundessekretär des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, fest. Auch in Österreich entwickeln Umweltverschmutzung und Klimawandel langfristig ihr zerstörerisches Potential. "Strikte Umweltgesetze, auch zu Lasten der Wirtschaft, sowie Informationskampagnen zum Umweltschutz sind dringend notwendig, um den geschwächten Organismus Erde vor weiteren irreparablen Schäden zu bewahren. Hier muss ein breites Umdenken in der Gesellschaft erreicht werden."

Mit der Gesellschaft für Entwicklungszusammenarbeit (GEZA) ist der Samariterbund international tätig. Die unabhängige Nichtregierungsorganisation widmet sich der Entwicklungszusammenarbeit und der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Ihre Ziele und Arbeitsbereiche sind Armutsbekämpfung, Demokratieförderung und Menschenrechte, Stärkung von Lokalregierungen und zivilgesellschaftlichen AkteurInnen, Frauenrechte und Genderpolitik, Bildung, Gesundheit und lokale Wirtschaftsentwicklung. Nähere Informationen unter www.geza.at
Anlässlich des Weltgesundheitstages findet der Samariterbund aber auch kritische Worte für das österreichische Gesundheitssystem. Ein Vergleich mit der finanziellen Kluft zwischen Industrie- und Entwicklungsstaaten drängt sich auf. " Die Zwei-Klassen-Medizin wird auch bei uns immer ausprägter", warnt Hundsmüller. "Trotz Finanzkrise und der angespannten Situation der Krankenkassen ist im Sozialstaat Österreich mehr Solidarität gefordert."

Mit der Wohlfahrtsstiftung "Fürs Leben" leistet der Samariterbund seinen Beitrag, um sozialem Ungleichgewicht in Österreich entgegen zu wirken. Die Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, kranken Kindern zu helfen, wenn öffentliche und private Leistungsträger keinerlei finanzielle Hilfe mehr leisten. Über die Stiftung bekommen Eltern bis zu 500 Euro als Unterstützung. Die notwendigen Mittel dafür werden durch Spenden, Benefizveranstaltungen und Sponsoren aufgebracht. Nähere Informationen zu der Stiftung erhält man unter Tel. 0800 240 144 und im Internet unter www.fuersleben.at. Spenden an das Spendenkonto 90164200, PSK BLZ 60000, werden gerne entgegengenommen.

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