Berlakovich: Europa braucht eine nachhaltige und multifunktionale Landwirtschaft auch nach 2013

Bayerisch-Österreichische Strategietagung zur Weiterentwicklung der Europäischen Agrarpolitik in Passau

Wien (OTS) - "Die Vorarbeiten für die Gemeinsame Agrarpolitik ab 2014 sind bereits angelaufen. Dabei ist für mich die Erhaltung der ersten Säule ein absolutes Muss - allein schon, um die Produktion von Lebensmitteln abzusichern und einen entsprechenden Anteil an erneuerbarer Energie leisten zu können. Im gleichen Ausmaß ist es auch notwendig, die zweite Säule weiterzuentwickeln, um den ländlichen Raum zu stärken und eine flächendeckende Landwirtschaft langfristig zu gewährleisten", so Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich bei der Presse¬konferenz im Rahmen der IV. Bayerisch-Österreichischen Strategietagung zur Weiterentwicklung der Europäischen Agrarpolitik in Passau.

Einig waren sich die TeilnehmerInnen der Tagung darüber, dass die Landwirtschaft ein Schlüsselbereich der Gemeinschaftspolitik und somit auch des Gemeinschaftshaushaltes bleiben muss. "Wir haben gutes System der gemeinsamen Agrarpolitik, mit einem soliden Fundament mit 1. Säule der Direktzahlungen und einer wichtigen starken 2. Säule der Ländlichen Entwicklung. Allfällige Anpassungen sollen nur schrittweise und gut vorbereitet durchgeführt werden. Mein Ziel ist auch für die Zeit nach 2013 eine bäuerliche, flächendeckende Landwirtschaft, die nachhaltig und multifunktio¬nal ist", so Berlakovich weiter.

Im Zusammenhang mit der Frage wie viel Liberalisierung die Agrarwirtschaft verträgt, hob der Minister die hohen Standards der europäischen Landwirtschaft hervor, die auch zu Wettbewerbsnachteilen gegenüber Produzenten aus anderen Ländern führen. Eine völlige Öffnung würde daher die Existenz einer Vielzahl europäischer Betriebe gefährden.

"Vielmehr gilt es in Zeiten zunehmender Liberalisierung der Märkte bewusst auf eine regionale Produktvielfalt zu setzen", strich Berlakovich hervor "nur damit können wir eine flächendeckende und wettbewerbsfähige Produktion in Österreich und in Europa sicherstellen."

"Die letzten Jahre haben uns gezeigt, dass die österreichischen Bäuerinnen und Bauern bereit sind, den Weg der Erneuerung aktiv mitzugehen. Nur so sind sie auch in Krisenzeiten erfolgreich. Darum will ich die Diskussion rund um die Agrarpolitik auf den Höfen führen. Unter dem Motto "Zukunftsfeld Bauernhof" werde ich in die Bundesländer fahren, und die Meinung derer hören, die es betrifft:
die österreichischen Bäuerinnen und Bauern", so der Landwirtschaftsminister abschließend.

Die bewährte agrarpolitische Zusammenarbeit zwischen Österreich und Bayern, die sich in den bisherigen drei gemeinsamen Strategietagungen widerspiegeln, wurde nun mit der 4. Tagung fortgesetzt. Im fachpolitischen Teil der Tagung stand die Weiterentwicklung der Direktzahlungen nach 2013 im Mittelpunkt. Der zweite Tag war bestimmt durch die Diskussion der markt- und agrarpolitischen Ausrichtung der europäischen Agrarpolitik.

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