Leitl: Nationale und internationale Krisenfeuerwehr hilft Österreichs Exportwirtschaft

G20-Gipfel setzt mit Geschlossenheit und koordinierten Maßnahmen wichtige Schritte zur Erholung der Wirtschaft

Wien (PWK262) - "Die Weltwirtschaft fährt nach wie vor Achterbahn. Diesem Phänomen können sich unsere Exporteure nicht entziehen, wie der neuerliche Einbruch der österreichischen Importe und Exporte zeigt", kommentiert Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die heute von der Statistik Austria publizierten Außenhandelsdaten für Jänner 2009. Demnach fielen die weltweiten Exporte im Vergleich zum Jänner 2008 um 25,2 Prozent auf 7,23 Milliarden Euro, die Importe um 17,7 Prozent auf 7,76 Milliarden.

Umso wichtiger sei es, "jetzt nach vorne zu blicken und mit vereinten Kräften gegenzusteuern", so Leitl. "Und in dieser Hinsicht bin ich am Ende dieser Woche deutlich optimistischer als ich es zu Wochenbeginn war."

Sowohl die von Finanzminister Josef Pröll angekündigte Staatshaftung von 10 Milliarden Euro für Kredite an regionale Leitbetriebe als auch die neuerliche Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank und das Maßnahmenpaket des G20-Gipfels in London seien wichtige Schritte in Richtung einer Erholung der Weltwirtschaft, betont der WKÖ-Präsident. "Wundermittel gegen die Krise gibt es nicht. Aber im Gegensatz zur großen Depression der 1930er Jahre hat die Abstimmung der wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt diesmal rasch und effizient funktioniert. Die nationale und internationale Krisenfeuerwehr wird den österreichischen Exporteuren durch diese schwierige Zeit helfen." Dieses Signal der Geschlossenheit und des Willens zu gemeinsamen Lösungen erwarte er sich auch vom EU-USA-Gipfel mit Barack Obama am kommenden Sonntag.

Der Mix aus zusätzlichen Mittel für Hilfsmaßnahmen des Währungsfonds, der Stärkung der internationalen Handelsfinanzierung, Konjunkturprogrammen von 5000 Milliarden Euro rund um den Globus, Stabilisierungsmaßnahmen für den Finanzsektor in vielen Staaten der G20 und der EU sowie die Zinssenkungen und Interventionen der Zentralbanken der letzten Monate werden mittelfristig einen positiven Impuls auf die wirtschaftliche Entwicklung auslösen, ist Leitl überzeugt.

Jedoch sei es wichtig, dass die in London vereinbarten Maßnahmen rasch umgesetzt werden, um das Vertrauen in das Finanzsystem zu stärken und den Wirtschaftskreislauf wieder anzukurbeln. "Die Inlandsnachfrage wird in Österreich etwa durch zwei Konjunkturpakete, die vorgezogene Steuerreform sowie durch zusätzliche Mittel für die thermische Sanierung und das Vorziehen von Bauprojekten maßgeblich angekurbelt. Genauso wichtig ist das Engagement im Außenhandel."

Die jüngsten negativen Exportdaten seien für die Außenwirtschaft der WKÖ kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Sie seien vielmehr ein zusätzlicher Ansporn, mit maßgeschneiderten Services für die österreichischen Unternehmen dafür zu sorgen, dass Österreich - Krise hin oder her - unter den Top-3-Exportnationen der EU-15 bleibe, so Leitl: "Die Zeiten sind schwierig, keine Frage. Aber allen Krisenmeldungen zum Trotz gibt es für die österreichischen Exporteure nach wie vor Hoffnungsmärkte und Hoffnungsbranchen. Dort wollen wir mitmischen." (SR)

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