Tumpel will beste Berufsinformation und Ausbildung für Junge

Unterstützung der Berufsorientierung für 13-, 14-jährige SchülerInnen - Tumpel übergab neue Spielbox der AK zur Berufswahl

Wien (OTS) - "Unsere jungen Leute müssen den für sie besten Ausbildungsplatz bekommen und nicht den erstbesten", sagte gestern Abend AK Präsident Herbert Tumpel bei der Präsentation neuer Unterrichtsmaterialien für den Berufsorientierungsunterricht in der Schule. Tumpel übergab Susanne Brandsteidl, der amtsführenden Präsidentin des Stadtschulrats, die vom AK Projekt Arbeitswelt und Schule entwickelte komplett neue Spielbox "Stationenworkshop zur Berufsorientierung". Mit der Spielbox können sich 13-, 14-Jährige in der Schule erarbeiten, was sie in den jeweiligen Berufen erwartet und welcher Beruf etwas für sie wäre. "Die meisten Eltern wollen zu Recht, dass ihre Kinder eine bessere und höhere Ausbildung machen als sie selbst", sagte Tumpel, "dabei brauchen sie Unterstützung durch die Schule." Nötig, so der AK Präsident, seien Berufsorientierung als eigenes Fach in der Schule - und mehr Ausbildungsplätze, die den Jungen wirklich Chancen bieten.

Nur zehn Prozent der Kinder, deren Eltern einen Pflichtschulabschluss haben, machen die Matura. Bei Eltern mit Lehre sind es 17 Prozent, bei Eltern mit Matura 60 Prozent und bei Eltern mit Universitätsabschluss 79 Prozent. "Damit werden in Österreich Bildung und Ausbildung vererbt, das müssen wir durchbrechen", sagt Tumpel.

Eine wesentliche Hilfe auf dem Weg zum wirklich besten weiterführenden Bildungs- oder Ausbildungsplatz ist bessere Berufsorientierung in der Schule. Noch liegt es an den einzelnen Schulen selbst, ob sie Berufsorientierung als eigene verbindliche Übung anbieten - genau sechs von allen 267 AHS-Unterstufen und weniger als die Hälfte der Haupt-schulen bieten sie an. "Da brauchen wir mehr", sagt Tumpel.

Tumpel tritt für ein verpflichtendes eigenes Fach Berufsorientierung für 13-, 14-jährige SchülerInnen ein - und für Berufs- und Studienwahlorientierung an den Oberstufenschulen. Wichtig sind auch mehr Ausbildungsplätze, die den Jungen wirklich Chancen bieten. Dafür will Tumpel, dass wirklich die 15.000 überbetrieblichen Ausbildungsplätze eingerichtet werden, die im Jugendbeschäftigungspaket fürs heurige Ausbildungsjahr vereinbart sind. Und in den ersten Klassen der berufsbildenden Schulen sollen bis zu 3.000 Plätze zusätzlich geschaffen werden.

Die Spielbox "Stationenworkshop zur Berufsorientierung" ist ein Beitrag der AK zur besseren Berufsorientierung. Die SchülerInnen ziehen eine Karte, auf der ein bestimmter Beruf steht, ordnen dem Beruf bestimmte Anforderungen und Eigenschaften zu - und diskutieren das dann mit den MitspielerInnen. Tumpel übergab die Spielbox an Susanne Brandsteidl, amtsführende Präsidentin des Stadtschulrats Wien. Die AK Wien stellt dieses Material jeder Wiener Schule kostenlos zur Verfügung.

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