SPÖ-Krainer: Nationalbank-Generalrat Philip Göth nicht länger tragbar

Philip Göth bescheinigte den MEL-Papieren Mündelsicherheit

Wien (SK) - "Es kann nicht sein, dass der ehemalige Aufsichtsrat
der Medici-Bank und Gutachter für die Meinl European Land, Philip Göth, weiterhin als Generalrat der Nationalbank tätig ist", betonte SPÖ-Budget- und Finanzsprecher Jan Krainer. "Göth hat mit seinem Gutachten behauptet, dass die Entwicklung der MEL-Papiere wohl Risiken in sich berge, insgesamt aber die Eignung zur Veranlagung von Mündelgeld gegeben sei. Im Vertrauen darauf wurden tausende Anleger um ihr Geld gebracht", sagt Krainer. ****

Die Kritik und Rücktrittsforderungen kommen aber auch seitens Göths Kollegen aus der Nationalbank. Gegenüber der Presse haben sich führende Notenbanker für einen Rücktritt ihres Kollegen ausgesprochen. Sie stoßen sich an der Tatsache, dass Göth 2007 bei Meinl European Land prominent gutachterlich tätig gewesen sei und nur spärlich an Generalratssitzungen Nationalbank teilnimmt. Durch die Verhaftung von Julius Meinl V., dem Betrug und Untreue vorgeworfen wird, fällt zusätzlich schiefes Licht auf Nationalbank-Generalrat Philip Göth.

Weiters stellt sich die Frage, warum Göth als Aufsichtsrat der Medici Bank beim Verkauf der Madoff-Fonds nicht genauer nachgefragt hat - immerhin war der Verkauf von Madoff-Fonds das mit Abstand größte und wichtigste Geschäftsfeld des Wiener Instituts. "Als die Bank ins Strudeln kam, trat jedenfalls Medici-Aufsichtsrat Philip Göth - ohne Angabe von Gründen - zurück. Der Rücktritt als Generalrat der Nationalbank steht noch aus", stellte Krainer abschließend fest. (Schluss) mw

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