ARBÖ: Vor Osterreisewelle ungerechtfertigte Preissprung bei Sprit

Bundeswettbewerbsbehörde hat auf ARBÖ-Studie reagiert

Wien (OTS) - In den letzten Tagen hat sich Diesel im Schnitt um
1,1 Cent pro Liter auf 0,926 Euro pro Liter verteuert, Eurosuper 95 kletterte gleich um 2,7 Cent auf 0,975 Euro an. "Diesmal ist es besonders leicht nachzuweisen, dass die Spritpreise nur wegen der bevorstehenden Osterreisewelle verteuert werden. Denn in Rotterdam sinken die Treibstoffpreise seit über einer Woche", kritisiert der ARBÖ. Ginge es nach den Notierungen in Rotterdam müsste Diesel in Österreich sofort um 4,2 Cent sinken, , Eurosuper 95 sogar um 5 Cent pro Liter. "Wieder einmal schaut die Regierung tatenlos zu, wie den Autofahrern ungerechtfertigt Geld aus der Tasche gezogen werden".

Der ARBÖ fordert Wirtschafts- und Konsumentenschutzministerium endlich zum Handeln auf. "Faire Spritpreise sind das beste Anti-Krisenprogramm. Früher oder später sind alle von ungerechtfertigten Treibstoffpreisen betroffen, nicht nur die Autofahrer". Während die Regierungspolitiker beharrlich wegschauen, hat die Bundeswettbewerbsbehörde auf die Studie des ARBÖ positiv reagiert. Darin weist der ARBÖ anhand der Vorjahreszahlen nach, dass die Mineralölfirmen von den fallenden Spritpreisen bei weitem mehr profitiert haben als von den steigenden. Die Spannen der Mineraölfirmen haben sich während der radikal gesunkenen Spritpreise in der zweiten Jahreshälfte 2008 massiv um 35 Prozent verbessert, gegenüber der ersten Jahreshälfte, als die Spritpreise massiv angestiegen sind. So betrug die Differenz zwischen den heimischen Dieselpreisen und den Rotterdamer Notierungen (währungs- und steuerbereinigt) 10,5 in der ersten Jahreshälfte 10,2 Cent pro Liter. In der zweiten Jahreshälfte vergrößterte sich diese Marge auf 14,2 Cent pro Liter. "Wenn sich die gesamte Branche in Zeiten sinkender Preise höhere Margen verschaffen kann, ist dies ein interessanter Fall für die Bundeswettbewerbsbehörde", vermeint man im ARBÖ. Die Tankstellenpächter haben von den fetteren Margen jedenfalls nichts zu spüren bekommen, denn die Tankstellen-Brutto-Margen sind im gesamten Vorjahr gesunken.

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