Seeber: Wasserversorgung als Zukunftsfrage Europas

Seeber eröffnet zweite Europäische Wasserkonferenz in Brüssel

Brüssel, 2 April 2009 (OTS-PD) Der Tiroler Europaparlamentarier Dr. Richard Seeber, Umweltsprecher des ÖVP-Europaklubs, hält heute den Hauptvortrag bei der 2. Europäischen Wasserkonferenz, die auf Einladung von Umweltkommissar Stavros Dimas in Brüssel stattfindet. "Durch den Klimawandel kommt es zu Verschiebungen der Wasserverteilung und zu einer Änderung der Niederschlagsmenge. Auch Europa ist davon betroffen. Die Europäische Union muss daher eine Lösung finden für einerseits die Bekämpfung von Wasserknappheit und Dürre, andererseits für die immer häufiger auftretenden Überschwemmungskatastrophen", so Seeber. "Die Herausforderungen sind in allen Regionen Europas unterschiedlich, daher ist der einzig gangbare Weg auch ein subsidiärer Ansatz. Der Herausforderung Wasser müssen wir uns gemeinsam stellen, die Lösungsansätze müssen aber vor Ort und den Anforderungen entsprechend gefunden werden", betonte der ÖVP-Europaparlamentarier. ****

Seeber hatte im vergangenen Jahr für das Europäische Parlament einen Bericht über die Auswirkungen von Wasserknappheit und Dürre in der EU verfasst. "Eine funktionierende europäische Wasserpolitik muss auch verstärkt auf der Nachfrage-Seite agieren und nicht nur auf der Angebotsseite. Das Bewusstsein über Wasser als wertvolles Gut muss nachhaltig bei allen Menschen und Institutionen gestärkt werden. Der Kostenhebel ist eine Möglichkeit zur besseren Steuerung des Wasserverbrauchs, aber sicher kein Allheilmittel", betonte Seeber. "In Regionen, in denen die Infrastrukturen nicht ausgelastet sind, ist Water Pricing nicht zielführend. Auch in Entwicklungsländern ist der Kostenansatz kein sinnvolles Steuerungsinstrument, da der Großteil der Bevölkerung über zu wenig Einkommen verfügt."

Viele wasserrelevante Entscheidungen würden auch im Bereich der Landwirtschaftspolitik oder von Akteuren aus der Privatwirtschaft getroffen. "Es ist daher oft schwierig ein nachhaltiges Wassermanagement zu etablieren. Ich trete daher dafür ein, in Zukunft ein objektives Wassermanagement zu forcieren", sagte Seeber.

In seiner Rede bei der zweiten Europäischen Wasserkonferenz ging Seeber auch auf die unlängst in Istanbul stattgefundene 5. Weltwasserkonferenz ein. "Bei dieser Konferenz wurde auch das Thema 'Wasser als Menschenrecht' behandelt. Eine Diskussion darüber ist jedenfalls wichtig. Es muss aber genau eruiert werden, wie sich dieses Recht in der Praxis auswirken würde und welche Verpflichtungen exakt daraus entstehen, bzw. wie eine Umsetzung aussehen würde", so Seeber abschließend.

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