Meter-Maß aus Wien für die Welt - Neuer Labortrakt für modernste Messtechnik

Wien (OTS) - Wie lange genau ein Meter ist, das bestimmt im Wesentlichen das Bundesamt für Eich und Vermessungswesen (BEV) aus Wien für die ganze Welt. Denn seit 1983 wird das Meter als jene Länge der Strecke definiert, die Licht im leeren Raum während einer Dauer von 1/299 792 458 Sekunde durchläuft. Dargestellt wird dies mit Hilfe eines "optischen Femtosekunden-Frequenzkammgenerators". Da diese Messungen einen geringen Unschärfegrad aufweisen, bedarf es einer Stelle, die Vergleichswerte aus aller Welt koordiniert. Weltweit wird also die Darstellung des modernen "Meter-Normals" von Wien aus gesteuert. Spitzenleistungen wie diese, erfordern perfekt ausgestattete Laboratorien, in denen Messungen und Kalibrierungen durchgeführt werden.

Mit dem Laborneubau in der Ottakringer Arltgasse 35 durch die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) wird eine moderne Infrastruktur zur Darstellung der Maßeinheiten für Masse, Druck, Temperatur, Elektrische Größen, Länge, Kraft, Durchfluss, etc... realisiert. Das gesamte Haus muss sowohl punkto Klima als auch der Sensibilität auf Erschütterungen besonderen Anforderungen genügen.

Die Nettoerrichtungskosten betragen rund elf Millionen Euro. Im Juni 2010 wird das ungefähr 1.300 Quadratmeter (Nutzfläche) große Objekt nach rund 17 Monaten Bauzeit fertig gestellt sein und an den Nutzer, das BEV, übergeben.

Die Vorarbeiten für den Neubau haben bereits im Februar 2009 begonnen. Für das neue Laborgebäude musste ein Teil des Bestandsgebäudes, der 1960 erbaute "Trakt Arltgasse", abgebrochen werden. Der im Hof stehende, 27 Meter hohe Wasserturm wird ebenfalls abgebrochen. Für den 95 Jahre alten Turm hat das BEV keine Verwendung mehr und er stellt bereits ein Sicherheitsrisiko dar.

Der von der Arbeitsgemeinschaft Architekt Bernhart, Architekt Kopper und Von der Heyden GmbH & Co KG geplante Neubau umfasst ein Untergeschoss und vier oberirdische Geschosse. Darin entstehen rund 40 Laboratorien für folgende Gebiete: Darstellung der Masse, Kraftmessung, Akustik/Vibration, elektrische Größe, Druckmessung u.v.m. Die Haustechnikzentrale findet über dem obersten Geschoss Platz und befindet sich in gleicher Höhe mit dem Dachgeschoss des Bestandsgebäudes. Neubau und Bestandsgebäude werden miteinander verbunden. Zusätzlich wird das Untergeschoss des Traktes Koppstraße mit einer Nutzfläche von rund 900 Quadratmetern umgebaut. Dort entsteht unter anderem ein ca. 52 Meter langer neuer Messstollen. Das Bestandsgebäude wird im Hof um eine Kraftmesshalle erweitert.

Durch den Neubau findet auch eine Neuordnung der Räumlichkeiten statt. Bis dato gab es in jedem Bauteil sowohl Büros und Labors. Mit dem Neubau entsteht ein eigenständiges Laborgebäude, während im Bauteil der Koppstraße ausschließlich Büros untergebracht sein werden.

Während der Bauzeit läuft der Betrieb des BEV in der Koppstraße weiter.

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