Fahrradwirtschaft freut sich über Trend zum "Umsatteln"

Schenz: Wertschöpfung von 882 Mill. Euro, 18.300 Beschäftigte - "Umweltfreundliches Verkehrsmittel und trendiges Sportgerät mit großer wirtschaftlicher Bedeutung"

Wien (PWK253) - Das Fahrrad gewinnt als umweltfreundliches Verkehrsmittel und beliebtes Freizeit-Sportgerät immer mehr Freunde. Die steigenden Verkaufszahlen bestätigen den Trend zum "Umsatteln", erklärte der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich, Richard Schenz, in einer heute, Donnerstag, gemeinsam mit Umweltminister Niki Berlakovich abgehaltenen Pressekonferenz zur Eröffnung der Radfahrsaison 2009.

1.750 Fahrräder gehen täglich über den Ladentisch von Fahrrad- und Sportartikelhandel, der Trend geht zum qualitativ hochwertigen Gerät mit mehr Komfort und geringem Wartungsaufwand. Die von heimischen Unternehmen im vergangenen Jahr erzeugten 181.000 Fahrräder waren zu 80 Prozent für den Export bestimmt.

Allein in den Bereichen Handel, Produktion und Reparatur (inklusive Verleih) bewirkt das Fahrrad eine direkte Wertschöpfung von 220 Millionen Euro, 2.200 Personen finden in diesem Sektor Beschäftigung. Dies geht aus der Studie "Volkswirtschaftliche Auswirkungen des Radverkehrs" hervor, die vom Lebensministerium und den entsprechenden Branchen der Wirtschaftskammer (Fahrzeugindustrie, Handel, Transport und Verkehr, Tourismus und Freizeitwirtschaft, Mechatroniker) in Auftrag gegeben wurde. Große Chancen liegen, so die Studie, in einer weiteren Vertiefung des Serviceangebots und im Eingehen auf Kundenwünsche durch fachkundiges Personal.

Radfahren gilt als gesundes und trendiges Erlebnis. Der Radtourismus verzeichnet in Österreich seit Jahren einen anhaltenden Aufwärtstrend, immer mehr heimische Unternehmen finden hier ein interessantes Geschäftsfeld, das Radwegenetz wird ständig ausgebaut. So liefern das Fahrrad und sein "Drumherum" insgesamt eine direkte und indirekte Wertschöpfung von 882 Millionen Euro und Beschäftigung für 18.300 Personen. "Die attraktiven Radfahrangebote bestimmen das Image unseres Landes bei in- und ausländischen Gästen wesentlich mit", betonte Schenz den Wertschöpfungseffekt des Radtourismus in Österreich.

Auch die Unternehmen integrieren das Radfahren zunehmend in ihre betrieblichen Abläufe und setzen damit positive Akzente für eine nachhaltige Verkehrsabwicklung. Sie stellen verstärkt Diensträder zur Verfügung oder halten für Mitarbeiter, die mit dem eigenen Rad zur Arbeit kommen, Umkleide- und andere Serviceangebote bereit. "Radfahren entwickelt sich damit zu einer wertvollen Säule der betrieblichen Gesundheitsförderung", freut sich Schenz über die "Win-Win-Siuation" für alle Beteiligten.

Radfahren spart Kosten für Treibstoff und beim Fuhrpark und bringt damit positive Effekte für den Umwelt- und Klimaschutz. Das Lebensministerium setzt mit dem Masterplan Radfahren und dem klima:aktiv mobil Beratungs- und Förderungsprogramm (www.mobilitaetsmanagement) einen besonderen Förderungsschwerpunkt, hebt Schenz das gemeinsame Bekenntnis zum weiteren Ausbau der "sanften Mobilität" hervor. Unternehmen können sich dort über Förderungen des Radfahrens im Geschäfts- und Arbeitsalltag erkundigen. "Radelnde Mitarbeiter tragen schließlich zum positiven Image eines Unternehmens bei", so WKÖ-Vizepräsident Schenz abschließend. (hp)

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