• 02.04.2009, 11:54:08
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BERLAKOVICH: Radfahren bringt mehr Lebensqualität und sichert 18.000 Jobs

Förderprogramme des Lebensministeriums zeigen Wirkung - Neue Förderung für Elektrofahrräder und Informationsoffensive "Österreichs Wadeln radeln!" vorgestellt

Wien (OTS) - "Radfahren liegt im Trend. Es ist gesund, steigert
die Lebensqualität und sichert laut einer druckfrischen Studie des
Lebensministeriums und der Wirtschaftskammer Österreich bis zu 18.000
Jobs. Unser Ziel ist es, mit Förderungen, Initiativen und Maßnahmen
in Zusammenarbeit mit Ländern und Gemeinden den Radverkehrsanteil bis
2015 auf zehn Prozent zu verdoppeln," betonte Umweltminister Niki
Berlakovich anlässlich des heutigen Auftakts zur Radsaison 2009 bei
einer gemeinsamen Pressekonferenz mit WKÖ-Vizepräsident Richard
Schenz, Intersport Eybl- Vorstand Peter Wahle, dem Geschäftsführer
der KTM Bike Industries, Josef Spießberger sowie den
Radfahr-Testimonials Dompfarrer Anton Faber und Christiane Soeder im
Wiener Museumsquartier, wo er auch das neue klima:aktiv Rad 2009 von
KTM präsentierte, das über den Kooperationspartner Intersport Eybl
heuer erstmals im Handel erhältlich sein wird.

Wirtschaftsfaktor Radfahren

Wie die neue Kurzstudie "Wirtschaftsfaktor Radfahren" von
Lebensministerium und WKÖ zeigt, werden durch die Radwirtschaft in
Österreich direkte und indirekte Wertschöpfungseffekte in der Höhe
von 882,5 Mio. Euro erzielt und über 18.000 Jobs gesichert. Auf den
Radtourismus entfallen rund 53 Prozent der Wertschöpfung und 70
Prozent der Arbeitsplatzeffekte, gefolgt vom Handel mit rund 23
Prozent der Gesamtwertschöpfung und rund zwölf Prozent der gesamten
Beschäftigungseffekte sowie Produktion und Infrastrukturbau mit sechs
bis sieben Prozent der Gesamtwertschöpfung. Fahrradreparatur und
-verleih sowie Radsport spielen eine untergeordnete Rolle.
Ökonomisch spielen Elektro-Fahrräder mit rund einem Prozent
Wertschöpfung in Österreich noch keine Bedeutung - trotz stark
steigender Nachfrage. Elektrofahrräder können aber gerade in
hügeligen Gegenden neue Zielgruppen fürs Radfahren begeistern und
sind der Radfahrtrend 2009. Die Firma KTM hat darauf bereits reagiert
und präsentierte heute im Rahmen des Radauftakts des
Lebensministeriums den Prototyp ihres neuen Elektrobikes.

Neue Elektrofahrradpauschale von klima:aktiv mobil - erfolgreiche
Förderpolitik

Das Lebensministerium greift diese aktuelle Entwicklung ebenfalls
auf und nimmt darauf in seiner Förderpolitik Rücksicht. "Wir wollen
die Radverkehrswirtschaft mit ihrer Umwelttechnologie und ihren
'Green Jobs' weiter stärken und heuer eine Förderinitiative für
Elektrofahrräder für Betriebe, Gemeinden, Tourismuseinrichtungen und
Vereine mit einer Förderpauschale von 400 Euro pro Elektrofahrrad,
wenn Ökostrom bezogen wird, und mit 200 Euro pro Elektrofahrrad für
alle anderen starten", erläuterte Umweltminister Niki Berlakovich.
Die Förderabwicklung für die neue Elektrofahrradpauschale erfolgt
über das klima:aktiv mobil Programm des Lebensministeriums und die
Kommunalkredit Public Consulting (KPC).

Das Lebensministerium bietet darüber hinaus Städten, Gemeinden,
Betrieben, Tourismus und Freizeiteinrichtungen, Schulen sowie der
öffentlichen Verwaltung zur Umsetzung des Masterplans Radfahren
Beratungs- und Förderprogramme für den Klimaschutz an. Bislang wurden
6,7 Millionen Euro für Radverkehrsprojekte von der Radverkehrsplanung
bis zur Errichtung von Infrastruktur eingesetzt, die ein
Investitionsvolumen von 24,7 Millionen Euro ausgelöst haben.
Voraussetzung ist, dass die Maßnahme eine CO2-Einsparung bewirkt. 113
Gemeinden, Schulen, Betriebe, Verwaltungen und Tourismuseinrichtungen
sparen mit ihren Radprojekten jährlich rund 31.000 Tonnen CO2.

Mehr RadfahrerInnen bringen mehr Verkehrssicherheit

Trotz einer auf den ersten Blick negativen Entwicklung in der
Unfallstatistik 2008 mit weniger verletzten, aber mehr getöteten
RadfahrerInnen, zeigen Erfahrungswerte aus anderen europäischen
Ländern, dass mit zunehmendem Radverkehrsanteil die Unfall-gefahr für
RadfahrerInnen sogar sinkt. Als Grund dafür wird von Experten ein
verän-dertes Verkehrsverhalten aller VerkehrsteilnehmerInnen sowie
größeres Bewusstsein bei Entscheidungsträgern und somit eine
sicherere Radinfrastruktur genannt. Die all-gemeine
Straßenverkehrssicherheit steigt durch mehr RadfahrerInnen auf der
Straße an, weil das Geschwindigkeitsniveau der AutofahrerInnen zurück
geht, und in der Fol-ge weniger Unfälle passieren.

"Das Ziel, den Radverkehr zu verdoppeln macht nicht nur für den
Klimaschutz, son-dern auch für die Verkehrssicherheit Sinn.
RadfahrerInnen sollten aber die 10 golde-nen Regeln, die wir ab
sofort auch im Internet anbieten, beherzigen. Die wichtigsten
Grundsätze dabei sind, immer einen passenden Radhelm tragen
-insbesondere Kinder -, sich an die Verkehrsregeln halten und nur ein
in Punkto Sicherheit und Technik einwandfreies Fahrrad fahren!",
appellierte Umweltminister Niki Berlakovich an die RadfahrerInnen,
damit Radfahren ein gesunder und sicherer Freizeitspaß bleibt.

Unter Hinweis auf den neuen "Leitfaden Radverkehrsförderung" rief
der Umweltminis-ter Länder und Gemeinden dazu auf, rasch die im
Masterplan Radfahren des Lebens-ministeriums vorgesehenen Maßnahmen
zur Verbesserung der Radinfrastruktur um-zusetzen. "Je besser das
Angebot von Radwegen, Radfahrstreifen und anderen
Rad-verkehrsanlagen, desto sicherer sind alle VerkehrsteilnehmerInnen
unterwegs", betonte Umweltminister Niki Berlakovich und appellierte,
die vom Lebensministerium ange-botenen Beratungs- und Förderangebote
intensiv zu nutzen.

Informationsoffensive unter dem Motto "Österreichs Wadeln radeln!"
gestartet

"Mit dem Aufruf ,Wadel mit!’ werden wir die österreichweite
Bewusstseinsbdilung fürs klimaschonende Radfahren intensiv
fortsetzen", kündigte Umweltminister Niki Berlakovich an. Geplant sei
darüber hinaus auch eine Informations- und Beratungstour, die vom
Neusiedlersee bis zum Bodensee führen soll. Dabei werde es in allen
Landeshauptstädten Radgipfel und andere Veranstaltungen geben, bei
denen die in Ländern und Gemeinden notwendigen Maßnahmen zur
Umsetzung des Masterplans Radfahren und die Bedürfnisse von den
jüngsten bis zu den älteren Pedalrittern im Mittelpunkt stehen, so
der Umweltminister.

"Unser Ziel ist es, die Vorteile des Fahrrads als schnellstes
innerstädtisches Verkehrsmittel, das noch dazu umweltfreundlich und
gesund ist, noch bekannter und erfahrbar zu machen. Ich freue mich,
dass uns Prominente wie Vera Russwurm, Waterloo, Dompfarrer Toni
Faber, Ulla Weigersdorfer, die Schauspielerin Kristine Sprenger,
Sasha Walleczek oder Radprofi Christiane Soeder dabei als
Rad-Testimonials unterstützen. Ich lade alle ÖsterreicherInnen ein -
egal ob im Alltag oder in der Freizeit - das Fahrrad zu nutzen.
Radfahren ist cool, steigert die Lebensqualität und schont Klima und
Geldbörsel", so Umweltminister Niki Berlakovich abschließend.

Servicehinweis: Die Kurzstudie "Wirtschaftsfaktor Radfahren" sowie
der "Leitfaden Radverkehrsförderung"stehen unter
http://publikationen.lebensministerium.at zum Download bereit. Die 10
goldenen Regeln für sicheres Radfahren sowie viel Wissenswertes rund
um das Thema Fahrrad auf www.radfahren.klimaaktiv.at

Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

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