Renner: Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit hat immense gesellschaftspolitische Bedeutung

Jugendarbeitslosigkeit ist kein Schicksal, sondern das Versagen der Gesellschaft

St. Pölten, (SPI) - Die Jugendarbeitslosigkeit in Niederösterreich ist in den letzten Monaten förmlich explodiert. Die neuesten Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute lassen die Alarmglocken weiter hell schrillen. In der nächsten Zeit ist leider noch mit einer Verschärfung der Lage zu rechnen. Im Rahmen der letzten Landtagssitzung verlangte die SPNÖ-Jugendsprecherin, LAbg. Mag. Karin Renner, aufgrund dieser Entwicklungen ein geschlossenes und entschiedenes Vorgehen aller Parteien im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit. "Niederösterreich hat bereits zahlreiche Initiativen gesetzt, die sich positiv auswirken. Die Landespolitik ist aber in dieser Ausnahmesituation noch in einem weit größeren Ausmaß gefordert. Das Engagement für Beschäftigungsprojekte für Jugendliche muss entscheidend verstärkt, die Schaffung von zusätzlichen Lehrstellen unbedingt vorangetrieben werden", fordert die SP-Mandatarin.****

Die Lehrstellenlücke in Niederösterreich werde leider immer größer. Auch sei der Zusammenhang zwischen geringer Bildung und hoher Arbeitslosigkeit evident, erklärte LAbg. Renner in der aktuellen Stunde zu diesem Thema weiter. Renner: "Die Lehrplätze in den Betrieben gehen zurück, hier muss sich die Politik mit der Schaffung überregionaler Lehrwerkstätten und regionalen Arbeitsmarktstiftungen einschalten und das Minus ausgleichen". Die SPNÖ plädiert daher, freie Kapazitäten in Betrieben für überbetriebliche Ausbildungszentren zu nutzen. In jedem Landesviertel muss es zumindest eine überbetriebliche Lehrwerkstätte geben. Ebenso sollen mit einem, mit 500 Millionen Euro aus den veranlagten NÖ Wohnbaugeldern dotierten, Zukunftsfonds jene Mittel freigemacht werden, die zielgerichtet in Investitionen und damit auch in Arbeitsplätze für junge Menschen fließen.

"Schon für Bruno Kreisky war, geprägt durch seine Erlebnisse und Erfahrungen aus seiner Jugend, der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit an die erste Stelle zu reihen. Denn wer sich in Stich gelassen fühlt, gehört zu den Ersten, die auf Distanz zur Demokratie gehen. Wenn die Zahl jener, die sich als Verlierer der Gesellschaft sehen, stark zunimmt, wächst die Gefahr für die Demokratie insgesamt. Spielen wir den extremen Gruppierungen im Land nicht in die Hände, sondern sorgen für Beschäftigung unserer Jugend und geben wir ihnen damit Hoffnung. Jugendarbeitslosigkeit ist kein Schicksal, sondern das Versagen der Gesellschaft", so Renner abschließend.
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