- 02.04.2009, 11:14:00
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Renner: Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit hat immense gesellschaftspolitische Bedeutung
Jugendarbeitslosigkeit ist kein Schicksal, sondern das Versagen der Gesellschaft
St. Pölten, (SPI) - Die Jugendarbeitslosigkeit in Niederösterreich
ist in den letzten Monaten förmlich explodiert. Die neuesten
Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute lassen die Alarmglocken
weiter hell schrillen. In der nächsten Zeit ist leider noch mit einer
Verschärfung der Lage zu rechnen. Im Rahmen der letzten
Landtagssitzung verlangte die SPNÖ-Jugendsprecherin, LAbg. Mag. Karin
Renner, aufgrund dieser Entwicklungen ein geschlossenes und
entschiedenes Vorgehen aller Parteien im Kampf gegen die
Jugendarbeitslosigkeit. "Niederösterreich hat bereits zahlreiche
Initiativen gesetzt, die sich positiv auswirken. Die Landespolitik
ist aber in dieser Ausnahmesituation noch in einem weit größeren
Ausmaß gefordert. Das Engagement für Beschäftigungsprojekte für
Jugendliche muss entscheidend verstärkt, die Schaffung von
zusätzlichen Lehrstellen unbedingt vorangetrieben werden", fordert
die SP-Mandatarin.****
Die Lehrstellenlücke in Niederösterreich werde leider immer größer.
Auch sei der Zusammenhang zwischen geringer Bildung und hoher
Arbeitslosigkeit evident, erklärte LAbg. Renner in der aktuellen
Stunde zu diesem Thema weiter. Renner: "Die Lehrplätze in den
Betrieben gehen zurück, hier muss sich die Politik mit der Schaffung
überregionaler Lehrwerkstätten und regionalen Arbeitsmarktstiftungen
einschalten und das Minus ausgleichen". Die SPNÖ plädiert daher,
freie Kapazitäten in Betrieben für überbetriebliche
Ausbildungszentren zu nutzen. In jedem Landesviertel muss es
zumindest eine überbetriebliche Lehrwerkstätte geben. Ebenso sollen
mit einem, mit 500 Millionen Euro aus den veranlagten NÖ
Wohnbaugeldern dotierten, Zukunftsfonds jene Mittel freigemacht
werden, die zielgerichtet in Investitionen und damit auch in
Arbeitsplätze für junge Menschen fließen.
"Schon für Bruno Kreisky war, geprägt durch seine Erlebnisse und
Erfahrungen aus seiner Jugend, der Kampf gegen die
Jugendarbeitslosigkeit an die erste Stelle zu reihen. Denn wer sich
in Stich gelassen fühlt, gehört zu den Ersten, die auf Distanz zur
Demokratie gehen. Wenn die Zahl jener, die sich als Verlierer der
Gesellschaft sehen, stark zunimmt, wächst die Gefahr für die
Demokratie insgesamt. Spielen wir den extremen Gruppierungen im Land
nicht in die Hände, sondern sorgen für Beschäftigung unserer Jugend
und geben wir ihnen damit Hoffnung. Jugendarbeitslosigkeit ist kein
Schicksal, sondern das Versagen der Gesellschaft", so Renner
abschließend.
(Schluss) ha
Rückfragehinweis:
SPÖ-NÖ-Landtagsklub Mag. Andreas Fiala Pressesprecher Tel: 02742/9005 DW 12794 Mobil: 0664 20 17 137 mailto:andreas.fiala@noel.gv.at
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