Strache: G-20-Gipfel ist kein Treffen der Opfer, sondern der Täter

Hoffnungslack Obamas ist bereits abgeblättert - Globalisierungs- und Bankenwahnsinn wird nicht bekämpft

Wien (OTS) - Mit scharfer Kritik am G-20-Gipfel wartete heute FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache auf. Die Brandstifter würden jetzt versuchen, Feuerwehr zu spielen. Denn genau jene EU-Regierungen und die US-Regierung, die für die Krise verantwortlich seien, würden sich jetzt zusammensetzen, obwohl sie in Wahrheit gar nicht willens seien, den Globalisierungs- und Bankenwahnsinn zu bekämpfen und den Monopolen und Oligopolen das Handwerk zu legen. Eine ernsthafte politische Kehrtwende sei hier nicht zu erwarten. Ganz im Gegenteil drohe durch die Unwilligkeit und Zögerlichkeit der EU und der USA weitere Massenarbeitslosigkeit, wodurch weltweit der soziale Friede gefährdet sei. Der G-20-Gipfel sei kein Treffen von Opfern, sondern ein Treffen von Tätern, welche die Bankensystem- und Wirtschaftskrise durch ihre Politik zu verantworten hätten.

Zum US-amerikanischen Präsidenten Obama merkte Strache an, dass dessen Hoffnungslack schon abgeblättert sei. Eine der Wurzeln der Krise sei das US-Bankensystem, das von Obama nach Kräften unterstützt werde. Der angloamerikanische Freihandel diene nur einer dünnen Clique.

Um die gegenwärtigen Probleme zu überwinden, müsse man der Aktienspekulation den Kampf ansagen, führte Strache weiter aus. Außerdem sollten Banken, die sich unseriös verhielten, nicht mit Steuergeld vor dem Konkurs gerettet werden. Es gebe genügend ordentliche und anständige Banken, deren Bestand nicht gefährdet sei. Diese würden ausreichen, um die Wirtschaft am Laufen zu halten. Der Staat solle die Steuern senken und direkt in die Infrastruktur investieren. Außerdem müsse die "Kasino-Spekulation" eingedämmt werden, die wohl noch weitere "Finanzbomben" bereithalte.

Vom G-20-Gipfel seien aber bedauerlicherweise keine Lösungsmodelle zu erwarten, meinte Strache. Die EU- und USA-Mächtigen würden sich jetzt in London ein paar Tage gegenseitig bejammern und dann auseinandergehen, um so weiterzumachen wie bisher. In Wahrheit sei die EU der Kopf des Globalisierungswahnsinns und ganz sicher nicht der "Schutzwall gegen die Krise", wie dies der ÖVP-EU-Kandidat Strasser den Menschen vorgaukeln wolle.

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0004