Frühjahrsputz: Täglich mehr als 60 Verletzte im März und April

Häufigste Unfallart sind Stürze auf gleicher Ebene, beispielsweise durch Ausrutschen oder Stolpern

Wien (OTS) - Für viele sind die ersten Sonnenstrahlen ein Anlass
in den eigenen vier Wänden gründlich zu putzen. Rund 3.700 Personen werden sich laut Prognose des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) heuer in den Monaten März und April beim Frühjahrsputz so schwer verletzen, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Pro Tag sind das mehr als 60 Verletzte, die verarztet werden müssen. Im Jahr 2007 verletzten sich 4.200 Personen, etwa ein Drittel davon erlitt Knochenbrüche, ein Viertel zog sich offene Wunden zu. "Man ist den ganzen Tag oder auch länger mit dem gründlichen Reinigen der Wohnung beschäftigt. Die meisten wollen das Putzen schnell hinter sich bringen, doch in der Eile kann es schnell passieren, dass man unachtsam ist und sich verletzt - häufigste Verletzungsursache sind Stress und Hektik", sagt Dr. Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im KfV. Die häufigste Unfallart ist, mit mehr als einem Drittel, das Stürzen auf gleicher Ebene, d.h. beispielsweise durch Ausrutschen auf nassem Boden oder Stolpern über das Staubsaugerkabel.

"Möbeltürme" oder wacklige Sessel sind keine geeigneten Aufstiegshilfen

Im Unterschied zu Putzarbeiten, die laufend anfallen, werden beim Frühjahrsputz Tätigkeiten verrichtet, die mehr Zeit in Anspruch nehmen oder seltener notwendig sind. "Ein Frühjahrsputz-Klassiker ist Fenster putzen. Viel zu oft werden dazu aber ungeeignete Aufstiegshilfen benutzt, z.B. rollende, wackelige Sessel oder selbstgebaute Türme aus Möbeln - etwa zehn Prozent der Verletzten zogen sich ihre Blessuren bei Stürzen aus der Höhe zu", weiß Dunzendorfer. Zum Fenster putzen und auch zum Reinigen von hohen Möbeln wie Kasten oder Küchenzeile sollten Trittleitern verwendet werden, am besten mit rutschfesten Schuhen, damit man einen guten Stand auf der Leiter hat. Für schwer zugängliche Stellen greift man am besten zu Reinigungsgeräten mit langen Stangen oder Teleskopstangen, die sich nach Bedarf verlängern lassen.

Besser gut geplant als halbherzig und überstürzt

Viele wissen nicht, wo sie mit dem Putzen anfangen sollen und beginnen in mehreren Wohnbereichen ohne Angefangenes zu Ende zu führen. Doch wer den Frühjahrsputz überstürzt angeht, verliert schnell die Lust, ist eher unkonzentriert und dadurch anfälliger für Unfälle. "Wichtig ist, dass man den Putztag plant bevor es losgeht und sich ausreichend Zeit nimmt. Bevor man sich ans Abstauben, Saugen und Kehren macht, kann es helfen, erst einmal aufzuräumen und auszumisten. Das reinigt nicht nur das Gemüt, sondern erleichtert auch die Reinigungsarbeit", rät Dunzendorfer. Für den gründlichen Frühjahrsputz braucht man viele verschiedene Putzutensilien. Doch Achtung auf herumstehende Kübel, Besen oder Staubsauger - sie können schnell zur Stolperfalle werden. Besser ist es, immer nur das Gerät herauszuräumen, das man gerade benötigt.

Rückfragen & Kontakt:

Bakk.phil. Elisabeth Gerstendorfer
Kuratorium für Verkehrssicherheit
Marketing & Kommunikation
Tel.: 05 77 0 77-1906
E-Mail: elisabeth.gerstendorfer@kfv.at
www.kfv.at

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