Neues Volksblatt: "Botschaft" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 2. April 2009

Linz (OTS) - Werner Faymann überhäuft uns derzeit geradezu mit Botschaften. Neben dem althergebrachten Plakat, auf dem er uns Freundschaft!-lich "duzt" - wem von uns hat der Herr Bundeskanzler eigentlich das Du-Wort angetragen, wer hat es ihm angetragen? -, wendet sich der Werner (wir sind ja per Du) auch mit einer Videobotschaft an uns. Wobei offen bleibt, ob er das als Bundeskanzler oder als SPÖ-Vorsitzender tut. Denn in der Botschaft spricht Faymann von "unseren Werten", die es zu bewahren gelte, in der SPÖ-Aussendung darüber werden daraus aber "unsere sozialdemokratischen Werte".
Offensichtlich meint man in der SPÖ-Zentrale, man müsse den Bürgern erklären, was der Bundeskanzler mit dem meint, was er sagt. Trotzdem ist die Faymann'sche Videobotschaft für den einen oder anderen durchaus empfehlenswert. Zum Beispiel für Oberösterreichs SPÖ-Chef Erich Haider, der die Milliarden für die Banken lieber umlenken würde, etwa zur Post, während sein Chef Faymann in der Videobotschaft ausführlich um Verständnis für die staatliche Bankenhilfe wirbt. Und dann geht Faymann auf die "Aufhetzter und Sprücheklopfer" los, die man gerade in Krisenzeiten wie diesen gar nicht brauchen könne.
Wem Werner Faymann wohl damit ins Stammbuch geschrieben hat?

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