ÖBB sicherstes Verkehrsmittel Österreichs

Wien (OTS) - Die Bahn ist das sicherste Verkehrsmittel
Österreichs. Täglich werden von den ÖBB über 7500 Zugfahrten sicher abgewickelt. Die von NEWS angeführten Fälle sind falsch dargestellt, es wurde seitens NEWS auch nicht bei den ÖBB recherchiert und damit die journalistische Sorgfaltspflicht verletzt.

News berichtet in seiner morgigen Ausgabe: "dass es für das enorm wichtige Notfallmanagement (Notfallleiter) bei den ÖBB keine behördliche Genehmigung vom Verkehrsministerium gibt." Wahr ist vielmehr:

1) Notfallmanagement
Das "Notfallmanagement, Vorfalluntersuchung zur Sicherstellung zur systematischen Maßnahmensetzung bei Vorfällen" ist vom BMVIT genehmigt. Der Begriff Notfallleiter - auf den News Bezug nimmt - ist nicht Teil der genehmigten Dienstvorschrift (dies ist eine interne Funktionsbezeichung). Im Fall Lochau Hörbranz wurden die genehmigten Vorschriften des BMVIT nicht entsprechend angewandt.

Weiters berichtet NEWS: "Aufgrund von Unfallberichten über Zugunglücke etwa in Lochau-Hörbranz, Glinzendorf und Kritzendorf gibt es systematische Sicherheitsmängel bei den ÖBB." Wahr ist vielmehr:

2) Unfälle:
- Lochau-Hörbranz: 3 Tote (2 Polizisten, ein Leichenbestatter) bei Suizidaufklärung. Ursache war ein Kommunikationsproblem zwischen der Notfallleitstelle Innsbruck und den ausführenden Mitarbeitern vor Ort vor. Lokführer und Fahrdienstleiter waren daher leider nicht entsprechend über die Begehung des Suizidortes informiert.

- Glinzendorf: Unfall an einer Eisenbahnkreuzung. Die Signalanlage zur Sicherung der Eisenbahnkreuzung war defekt. Laut Dienstvorschrift und entsprechendem Erlaß des BMVIT hätte der Lokführer in diesem Fall so vorgehen müssen: Der Lokführer hält vor der Kreuzung und gibt Pfeifsignal. Erst dann fährt der Zug weiter. Diese Vorgangsweise hätte 24 Stunden eingehalten werden müssen. Dieser Ablauf wurde nicht eingehalten.

- Kritzendorf: Zusammenstoß eines Güterzuges und einer Schnellbahn-Garnitur. Vermutlich wurde ein Haltesignal überfahren. Die Untersuchung des Vorfalls läuft derzeit noch. Der Unfall steht nicht in Zusammenhang mit der Wartung der Fahrzeuge oder mit technischen Fehlern.

Alle drei Vorfälle wurden von der unabhängigen Unfalluntersuchungsstelle der Bundesanstalt für Verkehr untersucht. Jährlich finden rund 2,2 Mio. Zugfahrten auf dem Netz der ÖBB statt. Jede Unregelmäßigkeit im Schienennetz, auch wenn sie nicht zu einem Unfall führt, muss laut Unfalluntersuchungsgesetz gemeldet werden. 2008 sind 1.200 Meldungen über Unregelmäßigkeiten erfolgt. In den letzten Jahren sind die Unfallzahlen drastisch gesunken.

Die ÖBB haben ein zertifiziertes Sicherheitsmanagementsystem, dass alle sicherheitsrelevanten Belange abbildet. Die ÖBB investieren regelmäßig in sicherheitstechnische Ausrüstungen und in Schulungen bzw. in bewusstseinsbildende Maßnahmen für Mitarbeiter. Diese Programme werden intensiv weitergeführt.

Die ÖBB betont, dass sie hinter Ihren gut ausgebildeten Mitarbeitern steht. Die Anstrengungen zur Vermeidung ähnlicher Vorfälle stehen weiterhin im Vordergrund.

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Alfred Ruhaltinger
Konzernkommunikation
ÖBB-Holding AG
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