VVO begrüßt Internationalisierung der Versicherungsaufsicht

Die für Versicherungsunternehmen wichtige EU-Richtlinie "Solvency II" hat heute, am 1. April 2009, einen wichtigen Meilenstein passiert.

Wien (OTS) - Die für Versicherungsunternehmen wichtige EU-Rahmenrichtlinie "Solvency II" hat heute, am 1. April 2009, nach fast zweijährigen Verhandlungen ihren politischen Durchbruch erreicht. Der Rat der Europäischen Union hat auf Botschafterebene der Rahmenrichtlinie zugestimmt. Damit wird die Beaufsichtigung von Versicherungsunternehmen auf ein risikobasiertes System umgestellt. Bei dieser Gelegenheit werden auch 14 bestehende Versicherungsrichtlinien in die Solvency II-Richtlinie zusammengeführt.

"Auch für die österreichischen Versicherungen ist der heutige Beschluss wichtig. Mit Solvency II wird es in Zukunft eine risikobasierte Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen sowie der Eigenmittel geben", so Dr. Louis Norman-Audenhove, Generalsekretär des österreichischen Versicherungsverbandes VVO.

"Durch die Einführung von Aufsichts-Kollegien für international tätige Versicherungsgruppen wird die Zusammenarbeit der verschiedenen nationalen Aufsichtsbehörden institutionalisiert und gesetzlich festgelegt. Die Internationalisierung der Versicherungsaufsicht folgt damit der Internationalisierung unserer Versicherungsunternehmen. Die nationalen Versicherungsaufsichtsbehörden beaufsichtigen weiterhin unverändert die lokalen Versicherungsunternehmen."

Weitere Meilensteine der Rahmenrichtlinie sind die Annahme im Plenum des Europäischen Parlaments Ende April und die Annahme durch die EU-Finanzminister Anfang Mai 2009. Bis Oktober 2012 muss die Rahmenrichtlinie von den einzelnen EU-Mitgliedstaaten umgesetzt sein. Für die Kunden der heimischen Versicherungen sind keine Änderungen zu erwarten. Schon bisher galten in Österreich besonders hohe Sicherheits- und Beaufsichtigungsstandards, die - auch in der Finanzkrise - für solide und starke heimische Versicherungsunternehmen gesorgt haben.

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