Textil-BetriebsrätInnen sagen "Nein" zu einer Null-Lohnrunde

KV-Verhandlungen: BetriebsrätInnen der Textilindustrie beschließen Maßnahmen

Wien (GMTN/ÖGB) - Ein klares "Nein" zu einer so genannten Null-Lohnrunde kommt von den BetriebsrätInnen der österreichischen Textilindustrie. Nachdem auch die zweite Kollektivvertragsverhandlungsrunde ohne Ergebnis endete, verabschiedeten die BetriebsrätInnen am 31. März 2009 bei einer Konferenz in Hallein eine gemeinsame Resolution: Sollten die Verhandlungen auch in der nächsten Runde scheitern und von den Arbeitgebern kein Bekenntnis zu einer nachhaltigen Lohnerhöhung für die Beschäftigten kommen, wird es sofort zu Betriebsversammlungen kommen. ++++

Vor allem kritisieren die rund 120 Textil-BetriebsrätInnen, dass nun die ArbeitnehmerInnen die Folgen der Wirtschaftskrise ausbaden sollen. Auch in schlechten Zeiten müsse es eine nachhaltige Lohnerhöhung geben, denn der Durchschnittslohn in der Textilindustrie betrage rund 1.200 Euro netto. Eine Null-Lohnrunde gefährde die Kaufkraft und den Lebensstandard der Beschäftigten. "Wir werden unser bewährtes Prinzip der solidarischen, nachhaltigen Lohn- und Gehaltspolitik beibehalten", erklärt Karl Haas, Bundessekretär der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN).

"Eine Null-Runde wäre in der derzeitigen Wirtschaftskrise nicht nur kontraproduktiv, sondern ungerecht und für die Familien der Beschäftigten Existenz gefährdend. Die Arbeitgeber müssen gerade jetzt auch ihre gesamtwirtschaftliche Verantwortung wahrnehmen", erklärt der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, Karl Proyer. Die Standpunkte der Arbeitgeber und des gemeinsamen Verhandlungsteams von GMTN und der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) gehen aber nach wie vor weit auseinander. "Eine Einigung ist derzeit nicht möglich. Bei einem Konflikt werden die Gewerkschaften geschlossen hinter den Beschäftigten der Textilindustrie stehen", sagt Haas.

ÖGB, 1. April 2009 Nr. 186

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