Bures: Österreich kann bei neuen Verkehrstechnologien mit starker heimischer Verkehrsindustrie punkten

Verkehrsministerin präsentiert, wie neue Verkehrstechnologien künftig in der Praxis umgesetzt werden sollen

Wien (SK) - "Unser Ziel für die Zukunft ist es, dass wir neue Technologien im Verkehr so einsetzen, dass wir schneller, sicherer und umweltschonender von A nach B kommen", erklärte Verkehrsministerin Doris Bures am Mittwoch Vormittag im Rahmen einer Pressekonferenz, in der sie gemeinsam mit Siemens-Generaldirektorin Brigitte Ederer, ASFINAG-Vorstandsdirektor Alois Schedl, ÖBB-Vorstandssprecher Peter Klugar und dem Vorsitzenden von ERTICI ITS-Europe, Hermann Meyer, neue Verkehrstechnologien, präsentierte. ****

"Wir wollen ein umweltverträgliches, effizientes und sicheres Verkehrssystem schaffen und gleichzeitig die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrstechnologiesektors, einer Schlüsselbranche in Österreich, stärken. Wir können eine Win-win-Situation schaffen", erklärte Bures. Die Ministerin gab den Startschuss für die Erstellung eines nationalen Aktionsplans zur Verkehrstelematik. Gemeinsam mit ASFINAG und ÖBB werden die wichtigsten Verkehrstelematik-Projekte festgelegt. Drei bis vier größere Investitionsprojekte sollen jährlich umgesetzt werden.

Zum Beispiel wird die ÖBB in den kommenden Jahren weiter in das Zugsicherheits- und Steuerungssystem investieren, erklärte ÖBB-Vorstandssprecher Peter Klugar. "Die ASFINAG wird künftig die Verkehrsteilnehmer mit Echtzeit-Informationen über die Verkehrslage, Staus, Baustellen und Wetterverhältnisse versorgen", blickte Bures in die Zukunft.

Bures hob den Nutzen intelligenter Verkehrstechnik hervor: "Ich bin überzeugt, durch Verstärkung von Infrastruktur- und Technologiepolitik können wir die Mobilität der Zukunft gestalten." Mit Investitionen von fünf bis sieben Millionen Euro jährlich sollen neue Entwicklungen ganz gezielt gefördert werden. Als Beispiele dafür nannte Bures elektronisches Fahrgeldmanagement und verkehrsträgerübergreifendes Verkehrsmanagement. Ziel ist auch eine Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs, neue Technologien sollen den Umstieg erleichtern.

"Die Einführung neuer Technologien muss aber in einem europäischen Miteinander funktionieren", stellte Bures fest. "Deshalb wird auch auf eine gemeinsame europaweite Lösung Wert gelegt. Wir bringen uns bei den strategischen europäischen Referenzprojekten aktiv ein und arbeiten am Aktionsplan der Europäischen Union mit." Die Umsetzung wichtiger Maßnahmen soll durch die BMVIT-Gesellschaft AustriaTech verstärkt unterstützt werden, so Bures.

Die Ministerin gab außerdem bekannt, das Österreich 2012 Gastgeber für die größte internationale Leistungsschau zum Thema intelligente Verkehrssysteme, der ITS World, sein wird. "Mit gezieltem, koordiniertem Vorgehen von Politik, Industrie und Verkehrsbetreibern können wir auch auf europäischer Ebene die Entwicklung bei intelligenten Verkehrssystemen entscheidend mitgestalten. Wir haben einen großen Ansporn: Bei der 2012 in Österreich geplanten Weltkonferenz der ITS wollen wir unsere neuesten Entwicklungen und bereits erfolgreich etablierte Systeme dem Weltmarkt präsentieren", schloss Bures. (Schluss) mw

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