AK Wien Vollversammlung fordert faire Energiepreise für KonsumentInnen (5)

Wien (OTS) - Rauf und Runter - derzeit gibt es keine gesetzlichen Möglichkeiten, um Energiepreise effektiv überprüfen zu können, sagt die Vollversammlung der AK Wien. Da die Liberalisierung der Energiewirtschaft bisher nicht zu niedrigeren Energiekosten geführt hat, sind wirksame Preiskontrollinstrumente nötig. Daher fordert die AK Wien Vollversammlung mehr Transparenz bei den Energiepreisen.

Damit KonsumentInnen ihren Energieverbrauch besser abschätzen können, sollten sie möglichst zeitnah Informationen über ihren aktuellen Verbrauch und die Preise erhalten. Die KonsumentInnen haben dadurch die Möglichkeit, ihr Energieverbrauchsverhalten besser anzupassen. Derzeit wird der Verbrauch grundsätzlich einmal im Jahr abgelesen und dann gibt’s eine Gesamtabrechnung. Dadurch gibt es für KonsumentInnen kaum einen Anreiz, ihr Verbrauchsverhalten anzupassen oder mögliche Einsparungen der Energiekosten zu realisieren.

Die soziale Grundversorgung mit Energie sollte zu den Mindeststandards jedes Sozialstaates zählen. Durch massiv gestiegene Energiepreise ist die Grundversorgung für viele Haushalte nicht mehr gewährleistet. Die Situation vieler Haushalte dürfte sich durch die Abschwächung des Wirtschaftswachstums und den Anstieg der Arbeitslosigkeit noch verstärken. Daher verlangt die Vollversammlung der AK, dass einkommensschwache Haushalte durch einen bundeseinheitlichen Energiezuschuss unterstützt werden. Dieser kann etwa in Form des Rechts auf eine Gutschrift - in Anlehnung an den Fernsprechentgeltzuschuss - ausgestattet sein. Der Zuschuss sollte möglichst nur auf einen fixen Anteil der Gesamtenergiekosten (Grundgebühr) erfolgen, so dass der Einzelne weiterhin motiviert ist, über Energieeinsparungsmaßnahmen seine verbrauchsabhängigen Kosten zu senken. Mit einem solchen Zuschuss sollte eine verpflichtende Energieberatung verbunden sein.

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