AK Wien Vollversammlung (2): Jetzt in Bildung investieren!

Von der Berufsorientierung bis zur Weiterbildung: Anträge für mehr Ausbildung, die wirklich Chancen bringt

Wien (OTS) - Gerade jetzt muss in Bildung, Ausbildung und Weiterbildung investiert werden, verlangt die Vollversammlung der AK Wien. Für mehr und bessere Ausbildungsplätze für Jugendliche fordern die Mitglieder der Vollversammlung zusätzliche überbetriebliche Lehrplätze, sollten die Betriebe jetzt weniger Lehrlinge aufnehmen, als erwartet. Aufgestockt werden sollen auch die Plätze an den berufsbildenden Schulen. Überfällig ist nach Auffassung der Vollversammlung, dass auch an den Fachhochschulen die Studiengebühren abgeschafft werden. Mehr Unterstützung bei der Weiterbildung der ArbeitnehmerInnen will die Vollversammlung sowohl von den Unternehmen als auch von der öffentlichen Hand - beispielsweise sollen alle Abschlüsse bis zur Matura kostenlos nachgeholt werden können.

Investitionen in Bildung, Ausbildung und Weiterbildung sind gerade jetzt wichtig, um die Chancen der Menschen im Leben zu verbessern und die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Dafür verlangt die AK Wien Vollversammlung ein umfassendes Paket.

+ Bei der Umsetzung des Jugendbeschäftigungspakets darf gerade jetzt nicht nachgelassen werden. Die Zahl der überbetrieblichen Ausbildungsplätze muss aufgestockt werden, sollten die Unternehmen jetzt weniger Lehrstellen anbieten. Wichtig ist der Vollversammlung, dass die Jugendlichen Ausbildungen bekommen, die wirklich Chancen bringt. Das gilt sowohl für die überbetriebliche Ausbildung als auch für die Ausrichtung der Förderung für Lehrstellen in den Betrieben.

+ Bereits für die Berufsorientierung der 13-, 14-Jährigen fordert die Vollversammlung ein eigenes Fach.

+ In den berufsbildenden Schulen fordert die Vollversammlung Maßnahmen dagegen, dass rund 40 Prozent der AnfängerInnen diese Schulen nicht abschließen können. Dazu soll durch den Neu- und Ausbau von berufsbildenden Schulen die erforderliche Zahl an Ausbildungsplätzen gesichert und auch Förderungsmaßnahmen garantiert werden. Erhöht werden soll die Behaltequote etwa auch durch Übergangsstufen zwischen dem Abschluss der Hauptschule oder der AHS-Unterstufe und der ersten Klasse in der weiterführenden Schule.

+ Auch an den Fachhochschulen sollen die Studiengebühren generell abgeschafft werden. Derzeit verzichten nur wenige Fachhochschulerhalter auf Gebühren. Überfällig ist die Erhöhung des Bundesbeitrags zur Finanzierung der Fachhochschulen, damit alle Erhalter auf die Studiengebühren verzichten können.

+ Alle ArbeitnehmerInnen müssen schließlich die Chance auf betriebliche Weiterbildung haben. Die Vollversammlung verlangt ein Recht der ArbeitnehmerInnen auf zumindest 35 Stunden Weiterbildung pro Jahr in der Arbeitszeit. Unternehmenm, die weiterbilden, sollen bei wirtschaftsfördernden Maßnahmen besonders berücksichtigt werden. Und alle Abschlüsse bis zur Matura sollen ohne Gebühren nachgeholt werden können. Dafür soll die öffentliche Hand sorgen.

Forts.

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