Pröll: "Steuerreform 2009 in Kraft getreten - Zeit der Entlastung ist gekommen"

Steuervergleichsrechner ab sofort auf www.bmf.gv.at verfügbar - auf einen Klick zu Ihrer persönlichen Entlastung durch die Steuerreform 2009

Wien (OTS) - "Die Steuerreform 2009 ist in Kraft getreten. Die nachhaltige Entlastung ist somit Realität und wird bald in den Geldbörsen der Menschen ankommen", so Finanzminister Josef Pröll anlässlich des in-Kraft-tretens des Steuerreformgesetzes 2009. Besonders erfreulich sei, so Pröll, dass die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über die Lohnsteuer-Aufrollung die seit 1. Jänner 2009 zu viel bezahlte Steuer auf einmal zurückerhalten werden. Pröll: "Mit der Steuerreform werden die Steuertarife spürbar gesenkt und das 15. Familiengehalt wird Realität. Von dieser Steuerreform profitieren alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler sowie Familien."

Neues Service des Finanzministeriums

Mit dem neuen Steuervergleichsrechner des Finanzministeriums, kann der persönliche Vorteil aus der Steuerreform 2009 bequem ausgerechnet werden. "Wir arbeiten ständig an weiteren Serviceangeboten für die Bürgerinnen und Bürger. Mit dem Steuervergleichsrechner kann jeder Einzelne seinen persönlichen Vorteil ganz einfach berechnen", erklärt Pröll. Gleichzeitig werde in einer eigenen Graphik die persönliche Steuerleistung auf die jeweiligen Budgetanteile - derzeit noch basierend auf dem Budget 2008 - umgelegt. Pröll: "Jede Steuerzahlerin und jeder Steuerzahler sieht damit unmittelbar anhand seiner oder ihrer individuellen Steuerleistung, wofür der Staat das Geld verwendet." Deutlich werde dabei, so Pröll, dass der Bereich Soziales und Gesundheit den weitaus größten Budgetposten darstelle. Der Steuervergleichsrechner ist ab sofort über die Website des Finanzministeriums unter www.bmf.gv.at zu erreichen.

Ökoprämie in Realtime auf www.bmf.gv.at

Darüber hinaus tritt ab 1. April 2009 das Ökoprämiengesetz in Kraft. In Summe werden rund 45 Millionen Euro in die Wirtschaft, aber auch in die Umwelt investiert. Die Kosten hierfür teilt sich der Bund und die KFZ-Branche zu je 50 Prozent. Ziel ist, dass 30.000 Fahrzeuge -rund 10% der jährlichen Neuzulassungen in Österreich - durch umweltfreundlichere Neuwagen ersetzt werden. Privatkunden, die von ihrem mindestens 13 Jahre alten PKW auf ein Neufahrzeug umsteigen, wird eine Prämie von 1.500 Euro pro Neuwagen ausbezahlt. "Mit dieser Maßnahme helfen wir jetzt, um Investitionen zu jenem Zeitpunkt zu fördern, wo es für die Konjunktur am wichtigsten ist. Diese Umweltprämie ist nicht nur ein konjunkturbelebender Marktanreiz, sondern vor allem ein Signal im Sinne des Klima- und Umweltschutzes", so Pröll. Auf der Homepage des Finanzministeriums unter www.bmf.gv.at ist nun ein Zähler installiert, der zeigt wie oft die Ökoprämie bereits in Anspruch genommen wurde. Der Zähler wird als Countdown, der sich stündlich aktualisiert und von der maximalen Anzahl an Ökoprämien (30.000) herunterzählt, geführt.

Die Steuerreform 2009 im Detail

- deutliche Senkung des Einkommen- und Lohnsteuertarifes: es werden Bruttojahreseinkommen bei Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen von 16.870 Euro (Rechtslage 2008: 15.605 Euro) und bei Pensionisten und Pensionistinnen von 14.944 (Rechtslage 2008: 13.650 Euro), Einkommen bei Selbständigen von 12.713 (Rechtslage 2008: 10.060 Euro) steuerfrei gestellt. Die Steuersätze werden von 38,33% auf 36,5% und von 43,6% auf 43,2143% gesenkt, der Spitzensteuersatz ist erst ab 60.000 Euro wirksam.

- Erhöhung des Kinderabsetzbetrages von 50,90 Euro monatlich auf 58,40 Euro monatlich.

- Einführung eines Kinderfreibetrages von 220 Euro jährlich.

- Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten bis zu 2 300 Euro jährlich.

- Zuschüsse der Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen zur Kinderbetreuung werden bis zu 500 Euro jährlich steuerfrei.

- Ausweitung des Freibetrages für investierte Gewinne (nunmehr Gewinnfreibetrag) auf bilanzierende Unternehmen, Anhebung von 10% auf 13% und Entfall des Investitionserfordernisses für Gewinne unter 30.000 Euro.

- Steuerliche Absetzbarkeit von Spenden für mildtätige Zwecke und Zwecke der Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe.

- Anhebung des Maximalbetrages der steuerlichen Absetzbarkeit von Kirchenbeiträgen von 100 Euro auf 200 Euro.

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