G-20 Gipfel: Lunacek fordert globale Regeln für Finanzmärkte

Grüne appellieren für europäische Einigkeit in der Wirtschaftskrise

Wien (OTS) - Besorgt zeigt sich die Europa- und Entwicklungspolitiksprecherin der Grünen, Ulrike Lunacek, angesichts der Uneinigkeit der EU vor dem morgen stattfindenden G-20 Gipfel:
"Die Konjunktur durch ökologisch nachhaltige, zumindest auf europäischer Ebene abgestimmte Konjunkturprogramme anzukurbeln, ist neben neuen Regeln für die Finanzmärkte das Gebot der Stunde. Die europäische Uneinigkeit darüber wird dazu beitragen, dass der Gipfelelefant wieder nur eine Maus gebiert. Da wird eine große Chance vertan."

Unzufrieden zeigt sich Lunacek auch über die mangelnde Unterstützung für die ärmsten Entwicklungsländer: "In der G-20 Gruppe, die wohl die G-8 als globales Entscheidungsgremium ablösen wird, sind die wichtigsten Schwellenländer vertreten, das ist gut so. Die ärmsten Entwicklungsländer sind jedoch nicht vertreten, daher ist auch eine Einbindung auf UN-Ebene notwendig. Denn diese Länder werden nicht nur von der Finanz- sondern auch der Nahrungsmittel- und Klimakrise am härtesten getroffen; nicht nur durch den Konjunkturabschwung sondern auch durch sinkende Entwicklungsleistungen der reichen Länder. Auch Österreich ist unter den Ländern, die ihre globale Verantwortung nicht wahrnehmen. Eine Schande und kurzsichtige Haltung angesichts einer globalen Krise, die auch globaler Lösungsansätze bedarf."

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