Ludwig: "Wiener Wohnbau ist bedeutender Konjunkturmotor"

Wohnbauressort schafft bzw. sichert rund 23.000 Arbeitsplätze

Wien (OTS) - "Die aktuelle internationale Wirtschaftskrise und
deren Auswirkungen auf Österreich stellen auch für den Wohnbau eine besondere Herausforderung dar", betonte Vizebürgermeister und Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig heute Mittwoch zu den, von Arbeits- und Sozialminister Rudolf Hundstorfer präsentierten Wirtschafts- und Arbeitsmarktdaten. In Zeiten wie diesen zeige sich die Bedeutung kommunaler Leistungen besonders deutlich. "Die Bedeutung des sozialen Wohnbaus für die Sicherung leistbaren und hochwertigen Wohnraums tritt deutlich zutage. Gerade das klare Bekenntnis der Stadt Wien zum sozialen Wohnbau und die über Jahrzehnte verfolgte, soziale Wohnbaupolitik sind heute für die hohe Wohnqualität in Wien und das im europäischen Vergleich sehr günstige Mietpreisniveau verantwortlich. Daneben leistet der effiziente Einsatz der Wiener Wohnbauförderungsmittel einen ganz entscheidenden Beitrag zur Konjunkturbelebung und schafft bzw. sichert insgesamt rund 23.000 Arbeitsplätze", unterstrich Ludwig.****

Das Wiener Wohnbauressort setzt sowohl im Bereich des Neubaus als auch im Bereich der Stadterneuerung konkrete Maßnahmen, die nicht nur die Erhaltung und Steigerung der ausgezeichneten Wiener Lebensqualität zum Ziel haben, sondern darüber hinaus auch wichtige wirtschaftspolitische Impulse setzen. Dazu zählen etwa die, von Stadtrat Ludwig initiierte Neubauverordnung, die eine deutliche Erhöhung der Neubauleistung mit sich brachte, aber auch die Sanierungsverordnung, die mit Mitte Januar in Kraft trat. Ludwig:
"Durch die Erhöhung bestehender und die Schaffung zusätzlicher Förderungen im Rahmen der Wiener Sanierungsverordnung, die auch an strengere Qualitätskriterien gekoppelt sind, erreichen wir mehrere, entscheidende Effekte: Ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz durch weitere Reduktion der CO2-Emissionen, die Entlastung der Mieterinnen und Mieter durch niedrigere Energiekosten und die Ankurbelung des wichtigen Konjunkturmotors Bau- und Baunebengewerbe".

Der Wohnbau habe wegen seiner hohen Inlandswirksamkeit große Bedeutung im Hinblick auf Wachstum und Beschäftigung der Gesamtwirtschaft. Zudem geht von der Entwicklung des Wohnbaus ein besonders stabilisierender Einfluss auf das Bruttoinlandsprodukt aus. Jene Mittel, die über die Wiener Wohnbauförderung bereitgestellt werden, lösen - bezogen auf die reinen Baukosten - Investitionen in mindestens dreifacher Förderhöhe aus. Dadurch ermögliche das Land Wien alleine im Jahr 2009 mit einem Fördervolumen von rund 475 Millionen Euro, die in Neubau und Sanierung investiert werden, ein Bauvolumen von 1,425 Milliarden Euro. "Dies stellt eine enorme wirtschaftspolitische und - aufgrund der Beschäftigungsintensität des Wohnbaus insbesondere im Bereich der Sanierung - bedeutsame arbeitsmarktpolitische Investition dar", erklärte der Vizebürgermeister.

Im Rahmen des engagierten Konjunktur- und Beschäftigungspakets der Stadt Wien fließen nunmehr zusätzliche 17 Millionen Euro in thermisch-energetische Sanierungs- und Verbesserungsmaßnahmen in Gemeindebauten und Amtshäuser. Mit diesen zusätzlichen Mitteln für die Sanierung gibt Wien dem Konjunkturmotor Bauen und Sanieren einen weiteren starken Impuls. Damit werden vor allem auch viele kleine und mittlere Betriebe unterstützt, die im Bau- und Baunebengewerbe aktiv sind. Umgelegt auf Wiens Klein- und Mittelbetriebe bedeute das 700 zusätzliche Arbeitsplätze. Durch die neuen Sanierungsförderungen werde die Konjunktur in Wien verstärkt angekurbelt. Allein durch geförderte thermisch-energetische Sanierungen wurde in Wien seit dem Jahr 2000 ein Bauvolumen von rund 736 Mio. Euro ausgelöst und damit Tausende Arbeitsplätze gesichert.

"Die Wiener Wohnbauförderung ist daher ein bedeutsamer Wirtschaftsfaktor, der speziell in schwierigen Zeiten einen wichtigen Konjunkturmotor darstellt. Sie schafft bzw. sichert rund 17.000 Arbeitsplätze, davon alleine rund 4.200 Arbeitsplätze durch die neue Sanierungsförderung, die ein Bauvolumen von jährlich 350 Millionen Euro auslöst. Nimmt man alle Maßnahmen zusammen, sichern die Investitionen im Rahmen der Wohnbauförderung, die baulichen Maßnahmen im Bereich der Hausverwaltung Wiener Wohnen und der MA 34, jährlich insgesamt 23.000 Arbeitsplätze", schloss Ludwig. (Schluss) lok

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